Gehalt - Kollegen diskutieren

Gehaltsreport: Augen auf bei der Berufswahl

Geld! Darum geht es der bereits hundertfach durchanalysierten Generation Y bei ihrer Berufswahl wirklich. Entgegen einschlägigen Studien ist nicht der Teamgeist oder die Work-Life-Balance ausschlaggebend für ihr berufliches Glück, sondern der Gehaltszettel, sagt der aktuelle Studentenmonitor der Beratungsgesellschaft Deloitte. Wunsch und Wirklichkeit liegen dabei oft weit auseinander. Wie hoch das Gehalt ausfällt, hängt neben dem Geschlecht des Bewerbers auch von der Region und der Branche ab.

Im Osten nichts Neues

Arbeitnehmer im Osten verdienen nach wie vor weniger als die Kollegen in den alten Bundesländern. Bekanntes Problem. Und eine Lösung ist immer noch nicht in Sicht. “Die Lebenshaltungskosten sind dafür weitaus geringer”, so der scheinbare Konsens in Wirtschaft und Politik. “Die Welt” hält allerdings dagegen und schreibt:

“Nicht nur viele Preise sind niedriger als in den alten Bundesländern, deutlich niedriger sind auch die Löhne, und das in einem Ausmaß, dass die niedrigen Lebenshaltungskosten nicht zur Gänze ausgeglichen werden können” (Die Welt, 20.02.2017).

Der Autor bezieht sich dabei auf eine Studie des Karriereportals Gehalt.de, das die Unterschiede anhand von 339.000 Gehaltsdaten analysiert hat. Das Ergebnis: eine Fachkraft aus den neuen Bundesländern verdient durchschnittlich 34.308 Euro. Westdeutsche Kollegen verdienen allerdings deutlich mehr für die gleiche Tätigkeit, und zwar 42.968 Euro. Ein ähnliches Bild zeichnet der aktuelle Stepstone-Report.

Gimme Five: Top- und Flop-Branchen für Berufseinsteiger

Ein Studium ist noch lange kein Garant für einen dicken Gehaltsscheck. Der akademische Abschluss macht sich zwar beim Einkommen bemerkbar, doch in einigen Branchen sind die Einstiegsgehälter so gering, dass sich Studienabsolventen fragen, warum sie sich dem akademischen Leistungsdruck überhaupt ausgesetzt haben. Ganz zu schweigen davon, dass vielen Personal-Verantwortlichen egal ist, ob sich Absolventen am Ende ihres Studiums mit der Auszeichnung Bachelor oder Master schmücken. Das Einstiegsgehalt bleibt gleich. Oder besser gesagt: Gleich niedrig.

Verzagen müssen Berufseinsteiger dennoch nicht. Es gibt sie, die Branchen mit traumhaften Einstiegsgehältern. Nach wie vor an der Spitze: die Automobilindustrie. Doch nicht jeder interessiert sich für automobile Technik. Die Branchen Touristik und Werbung sind bei Absolventen eigentlich sehr beliebt. Doch nur so lange, bis sie den ersten Gehaltszettel vor sich liegen sehen.

Interessant für Berufseinsteiger: Das Wirtschaftsmagazin Handelsblatt hat jetzt eine Liste zu den Top- und Flop-Branchen für Bachelor-Absolventen veröffentlicht:

Top-Branchen:

  1. Autoindustrie: Ø Einstiegsgehalt/ Jahr – 49 190 Euro
  2. Telekommunikation: Ø Einstiegsgehalt/ Jahr – 47 292 Euro
  3. Maschinenbau: Ø Einstiegsgehalt/ Jahr – 47 076 Euro
  4. Banken: Ø Einstiegsgehalt/ Jahr – 45 696 Euro
  5. Anlagenbau: Ø Einstiegsgehalt/ Jahr – 45 305 Euro

Flop-Branchen:

  1. Touristik: Ø Einstiegsgehalt/ Jahr – 30 000 Euro
  2. Bildungsinstitutionen: Ø Einstiegsgehalt/ Jahr – 30.348 Euro
  3. Gastro- /Hotelgewerbe: Ø Einstiegsgehalt/ Jahr – 30.651 Euro
  4. Soziale Einrichtungen: Ø Einstiegsgehalt/ Jahr – 32.082 Euro
  5. Werbung: Ø Einstiegsgehalt/ Jahr – 32.793 Euro

An Rücklagen ist in diesen Branchen zu Beginn der Karriere wohl kaum zu denken. Finanzielle Reserven bilden ist erst einmal nicht drin. Der Beruf geht vor, für die private Altersvorsorge bleibt später noch genügend Zeit, so die Idee. Ein fataler Irrtum. Gerade Berufstätige dieser Branchen sollten so früh wie möglich privat vorsorgen. Denn vom Gesetzgeber ist nicht viel Rente zu erwarten. Mit IDEAL UniversalLife sind Versicherte schon frühzeitig auf der sicheren Seite. Welche Vorteile der Tarif bietet, erfahren Interessierte hier.

Titelbild: ©nd3000