Junger Mann beim Jogging mit einem Fitness Tracker

Fitness Tracker, Smartwatch und Pulsuhr – Was bringen die elektronischen Begleiter?

Sie ermahnen, motivieren und steigern die persönliche Leistung: Fitness Tracker, Smartwatches und Co. Während sich der innere Schweinehund oft nur schwer bekämpfen und der Bürojob auch noch den Rücken leiden lässt, spornen die kleinen Helferlein jeden Tag zum nächsten Fitnessziel an. Und das durch digitale Anzeigen, Vibrationshinweise oder akustische Geräusche.

Mit den Anfeuerungszeichen wird Bewegung zur täglichen Aufgabe, die am Ende vor allem der Gesundheit zugutekommt. Doch wie funktionieren Fitness Tracker, Smartwatches und Pulsuhren eigentlich? Welche Unterschiede gibt es und welches Modell ist für wen geeignet?

Inhalt:

Wearables – Was ist das eigentlich?

Pulsuhren, Smartwatches, Fitness-Armbänder. Sie alle sind Wearables. Unter dem Begriff versteht man kleine Computer, die am Körper getragen werden können. Sie sind meist mit Smartphones oder Laptops verknüpft und helfen dem Träger im Alltag beispielsweise durch die Messung von Körperfunktionen wie Puls oder Blutzucker. Aber auch GPS oder die Anzeige von Navigationssystemen ist möglich.

Vertreten sind Wearables vor allem im Gesundheitsbereich. Mit mehr Funktionen wie beispielsweise dem Empfang von E-Mails, Anrufen oder Nachrichten sind sie aber auch im Bereich Lifesytle beliebt. Obwohl der Begriff Wearables meist unbekannt sind, sieht man immer mehr Menschen, die einen solchen kleinen Computer am Handgelenk tragen. Smartwatches, Sportuhren oder auch digitale Brillen sind Beispiele für Wearables. Besonders so genannte Fitnessarmbänder haben in den letzten Jahren die Wearables berühmt gemacht. Laut Statista wurden 2018 über 172 Millionen Wearables – darunter vor allem Smartwatches und Fitness Tracker – verkauft. 2023 sollen es schon 279 Millionen Stück werden.

Wo kommen Fitnessarmbänder zum Einsatz?

Schritte zählen, den Puls messen oder die Schlafqualität prüfen. Selbstoptmierung und Gesundheitsüberprüfung sind sowohl für Sportler als auch für Sportmuffel wichtig. Deshalb können Fitnessarmbänder und andere Wearables in vielen Bereichen angewendet werden. Welche das sind, haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Freizeit

Immer mehr Menschen verbringen den ganzen Arbeitsalltag sitzend. Wird dann auch noch die Freizeit überwiegend auf einem Stuhl oder dem Sofa verbracht hat das schwerwiegende Folgen: Rückenprobleme, Übergewicht und Bewegungsmangel sind keine Seltenheit. Um auch in der Freizeit motivierter für Bewegung zu sein, sind Fitness Tracker oder Schrittzähler auf der Smartwatch ein guter Ansporn. Sie erinnern mit akustischen oder visuellen Signalen daran, öfter mal das Fahrrad zu nehmen oder auf das Auto zu verzichten. Deshalb sind Wearables nicht nur für Sportler, sondern auch für die aktive Freizeitgestaltung gut einsetzbar.

Sport

Besonders hochwertige Sportuhren oder speziell auf sportliche Aktivitäten ausgelegte Wearables sind für Sportler ein Muss. Denn damit kann die aktuelle Leistung objektiv bemessen und an einer Steigerung gearbeitet werden. Die Transparenz der Daten zeigt Sportlern auf, wo sie noch Verbesserungen vornehmen können und lässt eine genaue Analyse des Ist-Zustandes zu. Zudem gibt es spezielle Wearables, die auf bestimmte Sportarten wie Schwimmen, Tauchen oder Golfen zugeschnitten sind.

Gesundheit

Bewegung ist essentiell für die Gesundheit. Doch so manch ein Sportmuffel kann sich nur schwer überwinden. Wearables können dabei helfen, die Motivation hin zu einem aktiveren Leben zu steigern. Hierfür haben Wissenschaftler der Technischen Universität Chemnitz eine Studie durchgeführt, wie Wearables den Spaß am Sport beeinflussen können. Das Ergebnis: Die Uhren und Armbänder haben Potenzial. Sie können durchaus Menschen zu mehr Alltagsbewegung motivieren. Die Einschränkung: Die Motivation verfliegt, sobald der Spaß an der Bewegung fehlt. Fehlt also die Freude am Fahrradfahren, Schwimmen oder anderen sportlichen Aktivitäten, kann auch der Schrittzähler nicht mehr viel erreichen.

Beruf

Mehr als 18 Millionen Deutsche haben einen Schreibtisch-Job. Bewegung ist hier also Mangelware. Deshalb sind Gesundheits- und Präventionsprogramme längst in vielen Firmen angekommen. Auch Wearables können dabei eine Rolle spielen. Viele Firmen bieten Vergünstigungen beim Kauf bestimmter Fitness-Armbänder an, um ihre Mitarbeiter zu mehr Bewegung zu motivieren. Hinzu kommt, dass viele solcher Geräte untereinander verknüpfbar sind. Wem also der eigene Ansporn nicht reicht, sucht sich einfach einen guten Kollegen, der in den Wettkampf um die meisten Schritte einsteigt. Teamgeist heißt hier das Stichwort, denn zu zweit motiviert es sich leichter.

Arten der Fitness-Armbänder

Fitness-Armbänder sollten vor allem die Motivation für mehr Bewegung im Alltag steigern. Dabei sieht Bewegung für viele Menschen anders aus. Während die einen einfach gerne mehr spazieren gehen würden, joggen andere in der Natur oder sind lieber im Fitnessstudio. Je nachdem, welcher Typ Sie sind und wie hoch ihr Bewegungsdrang ist, sollten Sie auf bestimmte Gerätetypen zurückgreifen. Doch welche Typen gibt es?

Fitness Tracker / Activity Tracker

Sie sind der wohl bekannteste Gerätetyp: Fitnessarmbänder. Über Bewegungssensoren werden in erster Linie Schritte gezählt. Im Normalfall sind die Tracker so leicht, dass sie kaum zu spüren sind. Es gibt sie als bunte Armbänder oder Armreifen in verschiedenen Formen und Größen. Je nach Variante können sie per App oder einer digitalen Anzeige am Gerät selbst bedient werden. Sollen die Fitnessarmbänder nicht nur die Aktivität, sondern auch andere Kennzahlen wie Herzfrequenz erheben, ist auch dies bei manchen Geräten möglich.

Geeignet sind Fitness Tracker / Activity Tracker  für jeden, der sich mehr bewegen möchte. Egal ob im Büro oder bei sportlichen Aktivitäten, Fitnessarmbänder sind sowohl für Laien als auch für Sportler immer ein Motivationsfaktor.

Vorteile Nachteile
  • Besonders leicht und unauffällig
  • Je nach Variante relativ günstig
  • Besonders leicht und unauffällig
  • Je nach Variante relativ günstig

Uhren mit Schrittzähler

Ähnlich wie Fitness Tracker / Activity Tracker zeichnen auch manche Uhren die Schritte durch Bewegungssensoren auf. Die Daten werden dann auf einem kleinen Display im Ziffernblatt angezeigt. Damit sind sie ähnlich aufgebaut wie Fitnessarmbänder, lediglich das Design ist abweichend.

Geeignet sind Uhren mit Schrittzähler für jeden, der sich mehr bewegen möchte. Im Unterschied zum Fitnessarmband sind Uhren vor allem für den Alltag geeignet. Für das Fitnessstudio sind viele Geräte nicht konzipiert.

Vorteile Nachteile
  • Design einer klassischen Armbanduhr
  • Je nach Variante relativ günstig
  • Lediglich Schrittmessung / Herzfrequenz
  • Geringer Funktionsumfang

Sportuhren

Sportuhren sind die Profis unter den Fitness-Helfern. Denn die Sensoren registrieren nicht nur Schritte, sondern messen den Puls und haben viele weitere Kennzahlen wie GPS, Laufdauer oder Schwimmanzeigen zu bieten. Zudem sind manche Uhren auf spezielle Sportarten wie Schwimmen, Tauchen, Joggen oder Golfen ausgerichtet und entsprechend robust.

Geeignet sind Sportuhren für Profisportler und ambitionierte Personen mit ausgiebigen Trainingseinheiten.

Vorteile Nachteile
  • Viele Funktionen und hochwertige Software
  • Auf spezielle Sportarten zugeschnitten
  • Hohe Qualität und sehr robust
  • Je nach Modell sehr teuer
  • Für den Alltag eher ungeeignet
  • Teilweise unübersichtlich aufgrund vieler Funktionen

Smartwaches

Smartwatches sind Produkte, deren Funktionen sehr weitreichend sind. Anrufe, Nachrichten und E-Mails abzufragen ist genauso möglich wie Schritte zu zählen und den Puls zu messen. Daher sind Smartwatches nicht nur zur Überprüfung der eigenen Aktivität geeignet. Der Fokus liegt vor allem in der digitalen Vernetzung des Gerätes.

Geeignet sind Smartwatches für Personen, die das Handy gerne am Handgelenk tragen würden und zudem die eigene Fitness überprüfen möchten. Da der Fokus nicht primär auf der Leistungserfassung liegt, sind sie jedoch für Sportler eher ungeeignet.

Vorteile Nachteile
  • Viele Funktionen auch außerhalb der Aktivitätsprüfung
  • Ähnliche Funktionen wie Fitnessarmbänder
  • Lediglich zur Aktivitätsprüfung sehr teuer
  • Oft ist die Batterielaufzeit eher gering

Neben diesen allgemeinen Gerätetypen gibt es auch spezielle Fitness-Wearables für Kinder. Denn auch Kinder bewegen sich neben Schule und Hausaufgaben häufig zu selten. Fitness-Armbänder im passenden Design können helfen, Kinder zu mehr Bewegung zu motivieren.

Darauf sollten Sie bei einem Kauf achten

Grundsätzlich sollten Sie Ihren Fitness Tracker je nach individuellen Bedürfnissen aussuchen. Überlegen Sie am besten vorab, wofür Sie den Tracker einsetzen wollen und an welchen Orten, ob im Alltag oder nur beim Sport, er Sie begleiten soll. Zudem sind auch die persönlichen Ziele wichtig, die letztlich den Funktionsumfang des Trackers vorgeben sollten. Haben Sie sich auf einen Gerätetyp und bestimmte Funktionen festgelegt, folgt die Qual der Wahl. Denn das Angebot in jeder Sparte ist mittlerweile riesig. Deshalb sollten sie folgende Faktoren beim Kauf weiterhin berücksichtigen:

  • Wie viel Geld möchten Sie ausgeben?
  • Haben Sie spezielle Vorstellungen bezüglich des Designs?
  • Entspricht der Tragekomfort den Vorstellungen?
  • Ist das Display für Ihre Ziele und Wünsche geeignet?
  • Wie lang ist die Akkulaufzeit?
  • Muss das Produkt robust oder wasserfest sein?
  • Sind die Apps mit Ihrem Smartphone oder anderen Geräten kompatibel?

Haben Sie all diese Fragen beantwortet, sollten Sie sich in einem Fachgeschäft oder Elektromarkt beraten lassen.

Titelbild: © monkeybusinessimages / iStock.com

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