Zwei ältere Damen Fahren mit dem Fahrrad auf einem Schotterweg

Fit mit dem Fahrrad – Tipps und Anregungen

Fahrradfahren ist nicht nur eine super Alternative zum Auto und spart viel Zeit, wenn Sie beispielsweise im morgendlichen Berufsverkehr mit dem Rad an langen Staus vorbeifahren – es hält Sie auch fit. Frische Luft, Bewegung und Umweltbewusstsein – davon können Jung und Alt im Alltag profitieren. Und am Wochenende bringt Sie eine Fahrradtour außerdem direkt in die Natur und sorgt für perfekte Erholung und einen freien, klaren Kopf.

Doch welches Fahrrad passt wirklich zu Ihnen? Wie statten Sie sich im Alltag für Ihre Fahrt aus und wie schützen Sie sich vor Unfällen? Wir haben für Sie die wichtigsten Tipps in diesem Artikel zusammengefasst.

Inhalt

Für jede Strecke den perfekten Fahrradtyp finden

Ob Rennrad, E-Bike oder normaler Drahtesel – für Fahrradbegeisterte gibt es für jede Strecke und den individuellen Fitnesszustand den passenden Begleiter. Sind Sie eher sportlich unterwegs und genießen bergige Touren über Stock und Stein, sollten Sie sich für ein Mountainbike mit ordentlicher Federung und guter Schaltung entscheiden.

Für Fahrten durch die Stadt können Sie ein Alltagsrad oder z.B. ein schnittiges Rennrad nutzen, das mit seinen schmalen Reifen mit wenig Profil am besten für glatte Untergründe geeignet ist und mit dem Sie dann sogar hohe Geschwindigkeiten erreichen können.

Am besten lassen Sie sich von fachkundigen Mitarbeitern in einem Fahrradladen zu dem für Ihre Zwecke passenden Modell beraten, dort können Sie auch gleich Ihre Favoriten live vor Ort ausprobieren.

Sicher unterwegs mit dem gebrauchten Fahrrad

Natürlich können Sie auch auf Ihr altes Rad oder auf gebrauchte Fahrräder beispielsweise vom Flohmarkt zurückgreifen. Diese benötigen vor Verwendung allerdings einen ausführlichen Check auf ihre Funktionen. Sonst stellen Sie nicht nur für sich selbst, sondern auch für die anderen Verkehrsteilnehmer ein Risiko dar.

Unsere Checkliste für Ihr Rad:

  • Funktionieren die Bremsen?
  • Ist die Kette geölt?
  • Hat das Fahrrad eine funktionierende Klingel?
  • Sind Reflektoren vorhanden?
  • Ist der Luftdruck auf den Reifen ausreichend?
  • Funktioniert die Beleuchtung vorn und hinten?

Wenn Sie diese Fragen alle positiv beantworten können, steht einer Fahrradtour nichts mehr im Weg.

Das Fahrrad als Fitmacher für Jung und Alt

Fahrradfahren ist etwas für Jedermann, egal ob alt oder jung. Schon Kinder lieben es, kräftig in die Pedale zu treten und sich so auszupowern. Da ihnen jedoch die Erfahrung fehlt, sollten Sie als Erziehungsberechtigte immer ein wachsames Auge auf die Kleinen haben.

Es empfiehlt sich, vor einer Tour noch einmal die Verkehrsregeln aufzufrischen und offene Fragen zu klären. Bis acht Jahre nutzen Kinder den Gehweg als Rennstrecke, im Alter von acht bis zehn Jahren dürfen sie neben Gehwegen auch Radwege, die nicht baulich von der Straße abgetrennt sind, befahren. Erst danach müssen Sie auf den Fahrradweg oder die Straße wechseln.

Auch im Alter ist Bewegung neben gesunder Ernährung besonders wichtig, um fit zu bleiben. Der gelenkschonende Sport eignet sich deshalb bestens für ältere Menschen, um altersbedingten Krankheiten vorzubeugen und leistungsfähig zu bleiben.

Folgende Vorteile bringt Ihnen das Fahrradfahren im Alter:

  • Schutz des Herz-Kreislauf-Systems
  • Förderung der Durchblutung
  • Bewegung von Knie- und Hüftgelenken
  • Frische Luft für das Gehirn und positiven Gemütszustand
  • Steigerung der Koordinationsfähigkeit
  • Training Gleichgewichtssinn

Trotzdem ist besondere Vorsicht geboten, wer im hohen Alter nach langer Zeit wieder auf sein Fahrrad steigt: Sie sollten Ihr Gehör und Ihre Sehfähigkeit überprüfen lassen, damit Sie nicht von Autos überrascht werden und Unfälle passieren.

Denken Sie ebenfalls über eine Haftpflichtversicherung und eine private Unfallversicherung nach, wie beispielsweise die IDEAL UnfallRente oder die PrivatHaftpflicht, um im Schadensfall nicht allein auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Neue Mobilität mit dem E-Bike

Sollten Sie unter körperlichen Beschwerden leiden oder Ihre Kraft im Vergleich zu früher nachgelassen haben, kann es mit einem herkömmlichen Fahrrad schwierig werden, sich fortzubewegen. Eine gute Alternative, um weiterhin mobil zu bleiben, stellen deshalb E-Bikes dar. Diese sind aktuell besonders beliebt und bieten gerade für Menschen mit Einschränkungen eine angenehme Unterstützung.

Auch hier können Sie zwischen verschiedenen Modellen wählen. Diese unterscheiden sich vor allem in:

  • Antriebsart
  • Gewicht
  • Akku
  • Gangschaltung

Testen Sie hier genauso die diversen Möglichkeiten, um die unterschiedlichen Schwerpunkte und Bedienungsmöglichkeiten einschätzen zu können.

Geschützt im Alltag – mit Helm und Kleidung

Um im Alltag sicher unterwegs zu sein, sollten Sie zudem die passende Bekleidung tragen. Achten Sie dabei auf funktionale Kleidung, die eine gute Belüftung zulässt und schnell trocknet. So können Sie Gas geben, ohne Angst vor einem nassen T-Shirt zu haben, egal ob durchs Schwitzen oder Nässe von oben. Wichtig ist ebenfalls, dass auf den Sachen Reflektoren angebracht sind, sodass Sie auch bei Dunkelheit und trübem Wetter gut von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen werden.

Für etwas mehr Komfort sorgen Fahrradhosen, die durch die Polsterung selbst lange Touren angenehm machen. Fahrradhandschuhe schützen die Handballen vor dauerhaftem Druck und Reibung. Sind Sie oft mit BMX-Rädern auf Halfpipes unterwegs, verhindern beispielsweise Knieschützer oder Rückenprotektoren schmerzhafte Verletzungen.

Ein Helm bietet zusätzliche Sicherheit, sollte es doch zu einem Sturz kommen. In zahlreichen Formen und Farben gibt es für jedes Alter und Fahrradtyp den passenden Helm. Achten Sie auf die richtige Passform des Helmes, damit dieser nicht verrutscht, sondern perfekt auf Ihren Kopfumfang abgestimmt ist. Messen Sie dafür an der stärksten Stelle über den Ohren den Umfang Ihres Kopfes. Die Zentimeterangabe entspricht dann Ihrer Helmgröße.

So schützen Sie sich:

  • Passender und unfallfreier Helm
  • Funktionskleidung mit Reflektoren
  • Fahrradhandschuhe
  • Protektoren

Haben Sie auf Ihrer Fahrradtour alles gut verstaut?

Überlegen Sie zu guter Letzt, wie Sie Ihr Gepäck bei längeren Touren oder auch für einen Ausflug an den See auf dem Fahrrad gut verstauen können. Neben Fahrradkörben sind Fahrradtaschen, die seitlich am Gepäckträger oder am Vorderrad angebracht werden, eine praktische Möglichkeit. In ihnen bringen Sie unkompliziert viele Dinge unter. Für kleinere Strecken bietet sich ebenfalls ein Rucksack an, den Sie im Anschluss bequem zu Ihrem Ziel mitnehmen können.

Tritt für Tritt fit werden für die nächste Fahrradtour

Falls Sie schon länger eine Fahrradpause machen und nun wieder anfangen wollen, Fahrrad-fit zu werden, sollten Sie nicht gleich zu lange Touren planen. Starten Sie mit wenigen Kilometern und steigern Sie langsam die Streckenlänge sowie Fahrtgeschwindigkeiten. Andernfalls überfordern Sie sich und verlieren am Ende die Lust am Fahrradfahren.

Beachten Sie unsere Tipps zur sicheren Kleidung sowie der richtigen Ausstattung Ihres Fahrrads und genießen Sie die Vorteile für Ihre Gesundheit. Gute Fahrt und Kette rechts!

Titelbild: ArtistChristinaDavis/ pixabay.com

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