Arzt mit Nachschlagewerk

Fachbegriffe und Abkürzungen für Krebspatienten

In jedem medizinischen Fachbereich arbeiten Ärzte und Klinikpersonal mit Fachbegriffen und Abkürzungen, denn das erleichtert die Kommunikation und verhindert Missverständnisse. Für Außenstehende ist es natürlich nicht einfach, solchen Unterhaltungen zu folgen und Berichte zu verstehen. Das ist auch nur eingeschränkt wichtig, denn die Experten stehen ihren Patienten und den Angehörigen auf Wunsch Rede und Antwort. Schließlich dient die Aufklärung auch der Vertrauensbildung. Dennoch gibt es eine Reihe von Begriffen, die jeder Patient schon früh kennen sollte, denn sie sind wichtig und begegnen den Patienten immer wieder. Wer sie kennt, kann sich schneller in die noch unbekannte Materie einarbeiten.

Diese Begriffe begegnen Ihnen

Der Befund und die Diagnostik

Unter Befund wird alles zusammengefasst, was die Erkrankung beschreibt und abgrenzt. Dazu gehören die Ergebnisse aus den körperlichen Untersuchungen, aber auch Laborergebnisse und Auffälligkeiten. Untersuchungen, die keine verwertbaren Hinweise ergeben haben, tragen den Hinweis o.B., ohne Befund. Die Diagnostik umfasst alle Maßnahmen, die ergriffen werden, um die Krankheit zu identifizieren.

Positiv und negativ

Positiv bedeutet, dass die Untersuchung Hinweise auf eine Erkrankung ergeben hat. Negativ hingegen ist ein Ergebnis, wenn sich keine Hinweise auf eine Erkrankung finden. Somit ist negativ in den meisten Fällen als gute Nachricht zu bewerten.

TNM- System (Tumor, Nodus, Metastasen)

Für die Kommunikation der Ärzte untereinander ist es wichtig, dass sie die Größe der Tumore und die Beteiligung der Organe genau beschreiben können. Aus diesem Grund erhalten die Tumore Abkürzungen in Form von Buchstaben und Zahlen.

T – steht für den Primär-Tumor. Die angehängte Zahl beziffert die Größe und die Beteiligung weiterer Organe.

N – ist die Abkürzung für Nodus. Nodus ist der Hinweis darauf, wie weit Lymphknoten befallen sind.

M – ist die Abkürzung für Modus. Hier findet sich der Hinweis, ob es bereits zur Bildung von Metastasen gekommen ist. M0 bedeutet, dass es keine Hinweise gibt. Anders ist das bei M1 der Fall. Hier hat der Tumor bereits gestreut.

Die Begriffe und Abkürzungen werden miteinander kombiniert, damit die beteiligten Ärzte auf den ersten Blick sehen, was die Kollegen bereits festgestellt haben. T3N3M1 bedeutet somit, dass es sich um einen größeren Tumor handelt, dass die Lymphknoten betroffen sind und dass Metastasen vorhanden sind.

Hinweise auf das Stadium der Erkrankung – das Staging

Manche Krebserkrankungen zeigen ihre Symptome schon sehr früh, andere verlaufen über lange Zeit völlig symptomlos und werden entsprechend spät erkannt. Für die Therapie ist daher wichtig, in welchem Stadium sich der Krebs befindet.

Das Staging ergänzt das TNM-System. Die Aussagen aus dem Staging sind wichtig für die Prognose. Ein niedriges Stadium ist gleichbedeutend mit einer günstigen Prognose. Allerdings gibt es verschiedene Systeme für das Staging, die ihrerseits nicht auf alle Krebserkrankungen anwendbar sind. Das bekannteste Staging ist UICC. Dabei handelt es sich um das System der Internationalen Union gegen Krebs. Die Prognose ergibt sich dann aus der römischen Ziffer hinter der Abkürzung.  Ein weiteres System ist AJCCI. Die Abkürzung steht für das American Joint Committee on Cancer. Es kommt bei der Einschätzung von schwarzem Hautkrebs zum Einsatz. Bei Hirntumoren hingegen gelten die Maßstäbe der WHO. Das gilt auch für Tumore des zentralen Nervensystems und Leukämie.

Benigne

Der Hinweis auf einen benignen Tumor ist eine gute Nachricht, denn das bedeutet, dass er gutartig ist.

Tumor

Ein Tumor ist zunächst nur eine Schwellung mit neu gebildetem Gewebe. Die Bezeichnung Tumor sagt nichts darüber aus, ob es sich um ein gutartiges oder bösartiges Geschehen handelt.

Die Evidenz

Evident ist etwas, was sich nachweisen lässt. Vor diesem Hintergrund sprechen Mediziner auch von der Evidenz.

Follow-up

Follow-up beschreibt die weitere Beobachtung des Patienten, nachdem die Behandlung abgeschlossen ist.

Watchful waiting

Watchful waiting ist das abwartende Beobachten. Die Vorgehensweise ist bei Krebsarten, die kaum bösartig sind, angedacht. Gemeint ist die Zeit zwischen dem Auftreten der ersten Symptome und der Behandlung. In dieser Phase wird zur Schonung des Patienten auf weitere Maßnahmen verzichtet. Das dient auch der Beobachtung und Entscheidung, ob eine Behandlung überhaupt notwendig ist. Die Vorgehensweise kann sich vor allem bei Krebserkrankungen empfehlen, die tendenziell sehr langsam verlaufen oder sogar zu einem Stillstand kommen.

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