Krebsrisiko - Gestresster Mann

Erhöht Stress das Krebsrisiko?

Laut Krebsinformationsdienst lag die Zahl, der Menschen, die im Jahr 2012 neu an Krebs erkrankten bei 477.950. Aktuelle Erhebungen zeigen, dass die Zahlen weiter steigen. Gleichzeitig konnten die Behandlungsmöglichkeiten aber auch deutlich verbessert werden, sodass die Chance auf eine höhere Lebenserwartung steigt. Dennoch hat die Diagnose „Krebs“ nichts von ihrem Schrecken verloren. Vorbeugende Maßnahmen, die Früherkennung und das Entlarven von zusätzlichen Risikofaktoren sind daher wichtig. In diesem Zusammenhang wird auch Stress immer wieder als Verstärker diskutiert.

Wie gefährlich ist Stress?

Stress ist zunächst einmal die subjektive Reaktion auf eine Belastungssituation. Jeder Mensch bewältigt ihn auf seine Weise, ihm auszuweichen ist nicht machbar. Es ist aber möglich, zu lernen, die Auslöser zu entlarven und sie weitestgehend in gesunde Bahnen zu lenken. Dazu gehört auch, zu erkennen, welche anstrengende Situationen wirklich bewältigt werden müssen und welche aus dem Leben entfernt werden können. Stress ist also oftmals auch an die Entscheidung gebunden, ihn zuzulassen. Hält er zu lange an oder ist er die Folge ständiger Überforderung? In solchen Fällen ist tatsächlich mit einer Beeinträchtigung zu rechnen, und zwar mit einer weitreichenden. Stress wirkt auf den gesamten Organismus, denn er versetzt den Körper in Alarmbereitschaft und verleiht ihm damit die Fähigkeit, sich aus gefährlichen Situationen zu befreien. Hormone sorgen dafür, dass Lunge, Herz und Kreislauf, Gehirn und  Muskulatur zu besonderer Leistung fähig sind, während die Verdauungsorgane in ihrer Funktion gehemmt werden. Dabei handelt es sich um völlig normale Körperfunktionen, die aber naturgemäß nicht von Dauer sein dürfen, denn sonst kommt es zu Schäden an den Organen. Durch den Dauer-Alarm leidet auch das Immunsystem.

Stressresistenz und Bewältigung

Es gibt Menschen, die bei hohen Anforderungen, die womöglich sogar eine schnelle Reaktion erfordern, konzentriert, aber innerlich gelassen bleiben. Anderen wiederum fällt das sehr schwer. Der richtige Umgang mit Stress ist erlernbar, wenn auch die Persönlichkeit eine entscheidende Rolle spielt. Ein wichtiger Punkt dabei ist das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Dieses Vertrauen kann aber nur entwickeln, wer die Konfrontation mit neuen Aufgaben nicht scheut. Natürlich gehört dazu auch die Erkenntnis, dass es eine Leistungsgrenze und damit auch eine Belastungsgrenze gibt, die klar definiert und im Ergebnis auch verteidigt werden muss. Schwieriger steht es um Schicksalsschläge und das Bewältigen von Lebenskrisen, die nicht beeinflussbar sind. Auch hier helfen Bewältigungsstrategien, das Stresslevel auf lange Sicht zu senken.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Stress und Krebs?

Wer unter intensiver Belastung steht, ist stärker gefährdet, an Herz- und Kreislaufproblemen zu erkranken. Außerdem drohen Probleme mit der Verdauung. All das sind Risikofaktoren für die Entstehung von Krebs. Ob Stress direkt als Auslöser von Krebs in Betracht kommt, wird hingegen kontrovers diskutiert. Aus Sicht der Biochemie, ist zu berücksichtigen, dass bei Stress der Cortisolspiegel ansteigt. Cortisol ist in der Lage, biochemische Reaktionen in Zellen zu verursachen, die sich auf den Stoffwechsel auswirken. Diese Prozesse kann der Mensch nicht mehr beeinflussen. Seine letzte Eingriffsmöglichkeit besteht in der Reduzierung von Stress. Somit kann die Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen Stress und Krebs gibt, nach logischem Verständnis bejaht werden. Stress ist aber dennoch kein direkter Verursacher von Krebs. Der wissenschaftliche Beweis über den Zusammenhang steht darüber hinaus noch aus.

Haltung der Forschung zu Stress und dem Krebsrisiko

Natürlich gibt es Studien, die sich mit dem Zusammenhang von Stress und Krebs befassen. Allerdings ist hier zu differenzieren, denn bei einigen Tumorerkrankungen ist die Forschung recht weit und kann konkrete Auslöser benennen, bei anderen hingegen ist das nicht der Fall. Das gilt auch für verstärkende Faktoren. Hinzu kommt, dass bei der Klärung nach möglichen Ursachen das persönliche Stresslevel schwer zu klassifizieren ist. Gerade zu belastenden Ereignissen in der Vergangenheit ist kaum messbar, wie hoch die Stressbelastung im Vergleich zu nicht erkrankten Menschen war. Konkrete Ereignisse, wie schwere Schicksalsschläge vor der Krebserkrankung genügen daher nicht als Indikator für Stress als Auslöser. Erschwerend kommt hinzu, dass Schicksalsschläge zum Leben dazugehören und bei nahezu jedem vorkommen.

Ein wichtiger Hinweis kann aber lang anhaltender Stress sein. Solche Faktoren werden in Fragebögen erhoben und sollen in Zukunft für mehr Klarheit sorgen. Forschungsergebnisse aus Dänemark im Jahr 2015 zeigten außerdem, dass zum derzeitigen Zeitpunkt belastende Schicksalsschläge nicht als Auslöser anzunehmen sind.

Warnung aus der Wissenschaft

Wissenschaftler warnen davor, das Thema Stress und Krebs nicht ernst zu nehmen. Der Grund ist, dass sich gestresste Menschen in einer Dauerbelastungssituation befinden, die sich auch unangenehm anfühlt und den Wunsch mit sich bringt, sich daraus zu befreien. Ist die „Flucht“ aus der Situation nicht möglich, steigt das Risiko von Kompensationsmechanismen, die ihrerseits sehr wohl geeignet sind, Krebs auszulösen. Dazu gehören übermäßiges Essen, Rauchen und Alkohol. Die Zusammenfassung zeigt nun, dass Stress zwar kein direkter Auslöser von Krebs ist, aber eine Spirale in Gang setzen kann, die zu einer Krebserkrankung führt. Aus diesem Grund sollten Menschen, die häufig unter Stress stehen, nach alternativen Methoden suchen, um die Anforderungen zu bewältigen.

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