Krebsrisiko - Gläser mit Alkohol

Erhöht Alkohol das Krebsrisiko?

Alkohol gilt als Suchtmittel, das besonders leicht erhältlich und in großem Umfang konsumiert wird. In Deutschland liegt der Konsum von Alkohol bei etwa 137 Liter pro Person und Jahr. Die Menge setzt sich aus Bier, Wein, Spirituosen und Sekt zusammen. Deutschland gilt im Vergleich mit anderen Staaten als Land mit hohem Alkoholkonsum. Dabei macht Alkohol nicht nur abhängig, er beeinflusst auch die Psyche und begünstigt die Entstehung von körperlichen Schäden. Letztendlich wird Alkoholkonsum auch mit der Entstehung von Krebserkrankungen in Verbindungen gebracht.

Ab wann ist Alkohol gefährlich?

Auch bei Alkohol gilt: Die Menge macht das Gift. Regelmäßiger Konsum löst nicht zwingend eine Sucht aus, gesundheitlich schädlich wirkt er dennoch. Dazu gehören Veränderungen an Leber und Bauchspeicheldrüse, ein erhöhter Blutdruck und Muskelprobleme. Auch Nervenschäden können entstehen. Männer sollten daher nicht mehr als einen halben Liter Bier oder einen Viertelliter Wein täglich konsumieren. Für Frauen liegt die berechnete Höchstgrenze bei einem Viertelliter Bier oder einem Achtelliter Wein. Diese Höchstgrenze wird aber immer wieder kritisch diskutiert. Es besteht die Möglichkeit, dass die Belastungsgrenze, ab der mit Schäden zu rechnen ist, etwas höher liegt. Als gesichert gilt, dass Menschen, die regelmäßig wenig trinken ihrer Gesundheit ebenso schaden, wie Menschen, die nur unregelmäßig, dafür aber viel Alkohol konsumieren. Unklar ist, ab welcher Menge das Krebsrisiko durch den Konsum von Alkohol erhöht ist. Zu berücksichtigen ist auch, dass sich die schädliche Wirkung von Alkohol erhöht, wenn Nikotinkonsum hinzukommt. Hierdurch, so sind sich die Experten sicher, wird das Krebsrisiko deutlich erhöht.

Wie wirkt Alkohol im Körper?

Alkohol löst schon bei kleinen Mengen eine Reaktion im Körper aus. Das liegt daran, dass er im Gehirn die Übertragung von Informationen zwischen den Nervenzellen verändert. Die Menge entscheidet über das Ausmaß. In jedem Fall ist die Leistungsfähigkeit des Gehirns recht früh beeinträchtigt. Schon ab 0,2 Promille ist der Mensch nicht mehr in der Lage, Entfernungen richtig einzuschätzen. Außerdem verkleinert sich das Blickfeld, wodurch sich u.a, das Unfallrisiko erhöht. In diesem Promillebereich setzt gleichzeitig bei den meisten Menschen eine entspannende Wirkung ein. Angst wird gemildert und die Stimmung hebt sich. Außerdem steigt die Bereitschaft, Risiken einzugehen und die Fähigkeit, das eigene Verhalten kritisch zu beleuchten, sinkt. Wer nun noch mehr trinkt, verstärkt die bereits eingetretene Wirkung.

Wirkung ab 0,8 Promille

Ab 0,8 Promille ist Konzentration kaum noch möglich. Es kommt zum Tunnelblick mit einem um ein Viertel eingeschränkten Sehfeld. Die Fähigkeit zu reagieren, kann bis um die Hälfte reduziert sein. Das Gleichgewicht ist stark gestört. Der Rauschzustand ist auch von Umstehenden erkennbar.

Wirkung zwischen 1,0 und 2,0 Promille

Verwirrung, große Probleme mit dem räumlichen Sehen, starke Einschränkungen beim Sprechen, bei der Reaktionsfähigkeit und der Orientierung kennzeichnen dieses Stadium des Rauschzustandes. Kritikfähigkeit ist nicht mehr vorhanden. In diesem Stadium ist insgesamt von einer Alkoholvergiftung die Rede. Bei weiterem Alkoholkonsum kommt es zum Betäubungszustand und schließlich zum lebensgefährlichen Lähmungsstadium.

Wie baut der Körper Alkohol ab?

Je höher der Alkoholkonsum, desto länger dauert der Abbau. Es ist auch nicht möglich, diesen zu beschleunigen. Der Alkohol und seine Abbauprodukte werden von verschiedenen Organen ausgeschieden. Vor allem aber ist diese Entgiftung Aufgabe der Leber. Haut, Niere und Lunge sind ebenfalls daran beteiligt. Die Geschwindigkeit des Abbaus hängt auch von folgenden Faktoren ab:

  • Mahlzeit als Grundlage
  • Körpergröße
  • Gewicht
  • Geschlecht
  • Lebensalter

Große, schwerere Männer über 20 vertragen in der leicht vereinfachten Zusammenfassung mehr Alkohol und können ihn auch schneller verstoffwechseln, als junge, schlanke Frauen.

Welche Krebserkrankungen werden durch Alkohol begünstigt?

Untersuchungen zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenhangs zwischen regelmäßigem oder unregelmäßigem Alkoholkonsum und Krebs besteht. Das gilt für Krebserkrankungen folgender Organe:

  • Mund und Rachen
  • Kehlkopf
  • Speiseröhre
  • Magen
  • Darm
  • Leber
  • Bauchspeicheldrüse
  • weibliche Brust

Es ist nicht bekannt, ab welcher Menge Alkohol für ein erhöhtes Risiko sorgt. Zu bedenken ist, dass Alkohol auf viele Organe toxisch wirkt und Entzündungen auslösen kann. Auch das erhöht das Risiko einer Krebserkrankung.

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