Entspannungstechniken als Krebsvorsorge - Frau beim Yoga

Entspannungstechniken – so kommen Sie zur Ruhe

Ruhe ist wichtig. Sogar Langeweile über einen kurzen Zeitraum kann gesund sein, denn so bekommt das Gehirn die nötige Auszeit. Das funktioniert aber nur, wenn es Ihnen auch gelingt, sich zu entspannen und das fällt immer mehr Menschen schwer. Mit der für Sie geeigneten Entspannungstechnik kommen Sie leichter zur Ruhe, auch wenn es mal etwas hektischer zugeht.

Warum ist Entspannung wichtig?

Auch wenn Sie sich gesund und fit fühlen, sollten Sie sich Auszeiten gönnen. So bleiben sie belastbar. Auch Krankheiten verlaufen weniger häufig mit Komplikationen, wenn Sie die Gelegenheit nutzen, zur Ruhe zu kommen. Das ist besonders wichtig, wenn Sie von sich selbst den Eindruck haben, dass Sie ständig auf Hochtouren laufen und urlaubsreif sind. Gerade wenn Sie sich keine längere Auszeit gönnen können, ist die tägliche Entspannungseinheit wichtig.

Hilft Sport bei der Entspannung?

Verwechseln Sie nicht Auspowern mit Erholung. Wenn Sie zufrieden, aber erschöpft sind, ist das keine aktive Entspannung. Natürlich gilt das nicht als Argument gegen sportliche Betätigung. Gerade bei Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren und Schwimmen werden alle Muskelgruppen gefordert. Das wirkt muskulären Verspannungen entgegen, was wiederum für die Entspannung wichtig ist. Trotzdem helfen Entspannungsübungen zusätzlich, die Sie auch direkt nach dem Sport einlegen können.

Diese Methoden haben sich bewährt

Manche Verfahren lassen sich ohne Begleitung allein erlernen. Bei anderen wiederum ist eine professionelle Begleitung zumindest in der Einstiegszeit unverzichtbar. Machen Sie sich bewusst, dass die Erholung nicht von allein einsetzt. Ganz besonders, wenn es sich nicht um Ihren Urlaub handelt, sondern Sie nur wenig Zeit für sich zur Verfügung haben. Hier müssen Sie sich aktiv entspannen. Das ist ein Lernprozess, der sich aber in jedem Fall lohnt. Probieren Sie ruhig mehrere Entspannungstechniken aus. So finden Sie das Verfahren, mit dem Sie sich wohlfühlen.

Meditation

Meditieren ist sicher eine der bekanntesten Formen der Entspannung. Sie funktioniert aber bei den meisten Menschen nur über eine Einweisung durch eine fachkundige Person. Meditationskurse gibt es in sehr vielen Städten. Der Teilnehmer lernt hier, seine Gedanken zu lenken und dabei störende Gedanken auszuschalten. Dabei können bestimmte Bewegungen helfen, aber auch Worte, die wiederholt ausgesprochen werden. Die Meditation hat den Vorteil, dass sie sich auch bei körperlichen Einschränkungen eignet.

Yoga

Yoga ist eine sehr alte Methode der Entspannung und ein kombiniertes Verfahren von Atmung, Meditation, Konzentration und Bewegung. Obwohl Yoga den Entspannungstechniken zugerechnet wird, ist es auch hervorragend geeignet, zusätzlich die Beweglichkeit zu verbessern. Die Bewegungsabläufe müssen aber erst erlernt werden, bis sie sicher abgerufen werden können. Deshalb ist mindestens ein einleitender Kurs empfehlenswert.

Tanztherapie

Die Tanztherapie eignet sich für alle Menschen, die sich gerne bewegen, Freude an Musik haben und Sport mit Entspannung verbinden wollen. Die Lehrer sind ausgebildete Tanztherapeuten, die den Teilnehmern nicht nur die Bewegungsabläufe vermitteln, sondern auch das Ziel haben, die Lebensqualität der Teilnehmer zu verbessern. Die Tanztherapie eignet sich auch für größere Kinder und Menschen mit Handicap.

Qigong

Qigong ist, wie Yoga, ein sehr altes Verfahren für die Entspannung, das sich der Meditation bedient und auch die Konzentration verbessert. Qigong ist in Deutschland seit einigen Jahrzehnten bekannt und überzeugt immer mehr Menschen, die im Alltag Phasen der Erholung schaffen wollen. Qigong verbessert auf lange Sicht die Gesundheit und die innere Harmonie.

Erholung nach Pfarrer Kneipp

Die Erholung nach Kneipp ist ein Gesundheitsverfahren, das von Sebastian Kneipp, einem deutschen Pfarrer, entwickelt wurde. Kneipp war selbst an Tuberkulose erkrankt und schaffte es, sich durch eine Bädertherapie von der damals unheilbaren Krankheit zu befreien. Zu den Verfahren nach Kneipp gehören Wassertreten, wie auch Kneipp´sche Güsse. Die Anwendung beruhigt, ist aber gleichzeitig auch ein Heilverfahren. Für den Einstieg empfehlen sich Kurhäuser und Wellnesseinrichtungen.

Ohne professionelle Unterstützung zur Ruhe kommen

Nicht jeder hat die Möglichkeit, an einem Kurs teilzunehmen und Entspannungsübungen zu erlernen. Wenn Sie zu diesen Personen gehören, eignen sich für Sie Kurzübungen, für die sie keine professionelle Begleitung brauchen.

Der Kurzurlaub

Setzen Sie sich so auf einen Stuhl, dass Sie es bequem haben. Schalten Sie möglichst alle Geräuschquellen aus. Schließen Sie die Augen und legen Sie die Hände vors Gesicht. Atmen Sie tief und langsam ein und wieder aus. Rufen Sie sich eine schöne Erinnerung ins Gedächtnis. Sehr gut geeignet ist der Anblick einer blühenden Blumenwiese oder eines blauen Himmels. Wenn Sie sehr angespannt sind, stellen Sie sich eine Wiese mit grasenden Weidetieren vor, die dabei langsam einen Schritt vor den anderen setzen. Achten Sie darauf, dass Sie bei der Vorstellung die tiefe und langsame Atmung nicht vergessen.

Entspannen Sie Ihre Muskeln

Setzen Sie sich hin oder legen Sie sich flach auf den Rücken. Atmen Sie tief und ruhig. Wenn Ihnen das schwerfällt, legen Sie eine Hand auf den Bauch, sodass Sie die Atmung spüren. Entspannen Sie nun Schritt für Schritt aktiv alle angespannten Muskeln. Beginnen Sie mit dem linken Arm und lassen Sie ihn schwer werden. Wandern Sie dann in Gedanken zum linken Bein und entspannen Sie hier aktiv alle Muskeln. Prüfen Sie zwischendurch, ob der linke Arm noch entspannt ist. Wandern Sie in Gedanken nun zum rechten Arm und zum rechten Bein. Gehen Sie dann über die Schultern und den Nacken wieder zum linken Arm. Die Übungen können Sie beliebig oft wiederholen. Achten Sie aber auch hier darauf, dass Ihre Atmung ruhig und tief bleibt.