Glossar im Nachschlagewerk

Elementarschaden

Elementarschaden ist ein Sammelbegriff für die Folgen von Naturereignissen. Dazu gehören zum Beispiel Sturm, Hagel, Überschwemmungen, Erdbeben, Erdrutsche, Schneedruck, Lawinen und Vulkanausbrüche. Der mit Elementarereignissen häufig in Zusammenhang gebrachte Begriff “höhere Gewalt” ist weiter gefasst und enthält nicht nur die Folgen von Naturereignissen.

Da es sich bei Elementarereignissen um schlecht kalkulierbare Risiken handelt, sind sie bei vielen Versicherern ausgeschlossen. Die Versicherer, die sie anbieten, bieten sie häufig als Paket an. Das Risiko verteilt sich dann entsprechend breiter. Beispiel: Die Elementarschadenversicherung enthält Versicherungsschutz vor Lawinen und vor Sturmfluten, egal wer sie abschließt. Dadurch erhält auch der ostfriesische Bauer einen Lawinenschutz und der bayerische Bauer einen Schutz im Falle einer Sturmflut, auch wenn Lawinen in Ostfriesland und Sturmfluten in Bayern nicht zu erwarten sind. Durch die Risikostreuung wird das Produkt für den Versicherer jedoch besser kalkulierbar und für den Kunden günstiger.