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Eisenmangelanämie – Zwischen Infektion und Mangelernährung

25 Prozent aller Menschen weltweit sind von Eisenmangel betroffen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich, die Behandlungsmethoden vielfältig. Wir werfen einen Blick auf die Krankheit Eisenmangel und wie sie bekämpft werden kann.

Inhalt:

Was ist eine Eisenmangelanämie?

Generell versteht man unter Eisenmangel eine Verminderung des Gesamtkörpereisens. Bei der Eisenmangelanämie handelt es sich um eine der häufigsten Ursachen für Blutarmut (Anämie). Global ist etwa ein knappes Drittel aller Menschen davon betroffen. Der Eisenmangel sorgt dafür, dass der Körper nicht mehr ausreichend den roten Blutfarbstoff Hämoglobin produzieren kann. Zu den Aufgaben dieses Moleküls gehören die Bindung und Abgabe von Sauerstoff an Zellen des Körpers. Ohne Eisen kann Hämoglobin diese Transportfunktion nicht mehr korrekt ausführen. Damit eine Eisenmangelanämie diagnostiziert werden kann, sind die folgenden Faktoren wichtig:

  • Ein Eisenmangel muss nachweisbar vorliegen
  • Durch diesen Eisenmangel muss die Konzentration von Hämoglobin unter den alters- und geschlechtsspezifischen Normwert sinken

Wie hoch ist mein Eisenbedarf?

Für gewöhnlich nimmt der Mensch Eisen mit der Nahrung auf. Eine ausgewogene Ernährung enthält ausreichend Eisen, um den Tagesbedarf zu decken. Als besonders eisenreich gelten Fleisch, Fisch und Nüsse. Als Vegetarier müssen Sie Ihren Eisenbedarf mit bestimmten pflanzlichen Lebensmitteln decken, etwa mit Sojabohnen, weißen Bohnen, Roter Beete oder diversen Obstsorten. Täglich sollten Sie zehn bis 15 Milligramm Eisen aufnehmen. Sollte ein Eisenmangel vorliegen, erhöht sich dieser Wert um 20 bis 30 Prozent. Allerdings kann der Körper nicht alles aufnehmen und gibt einen Teil des Eisens auch wieder ab. Wie hoch der tatsächliche Bedarf ist, hängt unter anderem von Ihrem Alter und Geschlecht ab. Schwangerschaft und Stillzeit, aber auch die Wechseljahre können einen Einfluss auf den Eisenbedarf haben.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist von den folgenden Richtwerten für einen täglichen Eisenbedarf auszugehen:

  • Männer ab dem 19. Lebensjahr und Frauen in der Menopause: 10 Milligramm
  • Kinder (Jungen und Mädchen): zwischen 8 und 10 Milligramm
  • Mädchen ab dem 10. Lebensjahr sowie Frauen mit Regelblutung: 15 Milligramm
  • Frauen außerhalb besonderer Situationen: Zwischen 10 und 15 Milligramm
  • Stillende Frauen: 20 Milligramm
  • Schwangere Frauen: 30 Milligramm pro Tag

Ursachen für Eisenmangel

Sobald der Eisenbedarf die Eisenaufnahme übersteigt, entsteht ein Eisenmangel. Als die häufigste Ursache dafür gilt in Europa ein chronischer Blutverlust. Mit zwei Milliliter Blut geht immerhin ein Milligramm Eisen verloren. Ebenfalls mögliche, wenn auch nicht so häufige, Ursachen sind eine Störung der Eisenaufnahme oder ein Nahrungsmangel. Zu den hauptsächlich auftretenden Ursachen gehören:

Blutverlust

Blutungen im Magen-Darm-Trakt, hervorgerufen durch etwa eine Gastritis oder Hämorrhoiden, sind der häufigste Grund für einen Eisenmangel bei Männern und Frauen nach den Wechseljahren.

Blutungen aus Harnwegen und Geschlechtsorganen

Die Menstruation ist vor allem bei jungen Frauen ein häufiger Grund für Eisenmangel. Im Rahmen der Regelblutung verliert die Betroffene 50 Milliliter Blut, was einen monatlichen Eisenverlust von 25 Milligramm bedeutet.

Gestörte Eisenaufnahme

Hier liegt ein Problem mit der Aufnahme von Eisen im Körper vor. Der Körper kann das Eisen, das ihm zugeführt wird, nicht verarbeiten. Dafür können chronische Darmerkrankungen verantwortlich sein. Aber auch Menschen mit einer teilweisen Magenentfernung haben ein hohes Eisenmangelrisiko.

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Symptome bei Eisenmangel

Wichtig zu beachten: Bei Eisenmangel kommt es zu einer unzureichenden Versorgung der Organe mit Sauerstoff. Wir erinnern uns, Hämoglobin ist ein Sauerstofftransporter. Aus diesem Grund können bei einem Eisenmangel die folgenden Symptome auftreten:

  • Blässe
  • Müdigkeit
  • Kurzatmigkeit, vor allem bei Belastung
  • Verstärktes Herzklopfen

Weitere Symptome finden Sie in der nachfolgenden Grafik:

Quelle: © W&B/Martina Ibelherr

Diagnose von Eisenmangel

Meistens entdecken Ärzte eine Eisenmangelanämie bei einer routinemäßigen Blutbildkontrolle. Zuerst leert der Körper seine natürlichen Eisenspeicher, anschließend entwickelt sich die Blutarmut. Hierbei können Sie sich von einem Hausarzt beraten lassen, um eine Diagnostik einzuleiten und auf Ursachenforschung zu gehen. Hierbei ist es wichtig, dem Arzt eine vollständige Krankengeschichte (Anamnese) vorzulegen. Diese enthält im besten Fall Ihre jeweiligen Ess- und Lebensgewohnheiten, Vorerkrankungen sowie die Medikamenteneinnahme. Bei jungen Frauen ist es wichtig, mit dem Arzt ausführlich über die Häufigkeit, Dauer und Schwere ihrer Regelblutung zu sprechen. Bei älteren Menschen muss auf Blutungen in Magen-Darm-Trakt geachtet werden.

Eine genaue Diagnose muss mithilfe eines Blutbilds erstellt werden. Hierbei sind zum Beispiel die folgenden Faktoren wichtig:

  • Anzahl der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) im Blut
  • Menge an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin)
  • Transferrinsättigung (ein Transporteiweiß für Eisen)
  • Ferritinwert (Speichereisen)

Sobald ein Eisenmangel diagnostiziert ist, muss die Ursache gefunden werden. Je nach Alter des Patienten und der Verdachtsdiagnose leitet der Arzt passende Diagnosemaßnahmen ein. Dazu können eine Untersuchung des Stuhls, eine des Hals-Nasen-Rachen-Raums oder ein Besuch beim Frauenarzt gehören.

Wie kann man Eisenmangel behandeln?

Eine Eisenmangeltherapie kann von Patient zu Patient sehr unterschiedlich ausfallen. Hierbei muss der Arzt genau abwägen, welche Maßnahmen er einleiten will. Zunächst einmal muss die Ursache des Eisenmangels geklärt und behandelt sein. Sollte ein Nahrungsmangel vorliegen, so muss eine Umstellung der Ernährung des Betroffenen erfolgen. Besonders gut kann der menschliche Körper Eisen aus Fleisch verarbeiten. Bei Veganern sieht das anders aus: Wie sie sich ausgewogen ernähren, haben wir auf unserem Blog erklärt.

Sollte die Umstellung der Ernährung nicht ausreichen, können Sie auf Eisenpräparate in Form von Tabletten zurückgreifen. Diese sind zwar frei verkäuflich, können für Kinder jedoch giftig sein – also Achtung! Auch kann der Körper nicht unbegrenzt Eisen aufnehmen. Überflüssiges Eisen lagert sich in der Leber oder Bauchspeicheldrüse ab und kann dort Schäden anrichten.

Titelbild: © dragana991 / iStock.com

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