Fahrradunfall mit Auto

Einkommensabsicherung: Deutschland ist Schlusslicht

Absicherung des Autos wichtiger als die der eigenen Arbeitskraft

Ein unachtsamer Schritt oder ein chronisches Leiden und eine Berufsunfähigkeit kommt schneller, als man vielleicht denkt. Dennoch haben laut einer internationalen Studie 80 Prozent der deutschen Befragten keine Einkommensabsicherung. Damit belegt Deutschland den letzten Platz. Das Auto ist dagegen häufig besser abgesichert.

Studie „Lücken bei der Einkommensabsicherung“

Die repräsentative Studie der Zurich Versicherung, die sich mit Lücken bei der Einkommensabsicherung beschäftigt, wurde in Spanien, Deutschland, Großbritannien, Italien, Australien, Malaysia, Brasilien, der Schweiz, Hongkong, in den USA und Mexiko durchgeführt. Befragt wurden 11.000 Menschen in der Altersgruppe zwischen 25 bis 60 Jahren. Die Daten wurden von der Smith School der Universität Oxford erhoben.

Irrtum mit finanziellen Folgen

Wieso sehen viele Deutsche keine Notwendigkeit, sich gegen Einkommensausfälle abzusichern? Sie vertrauen noch immer auf das deutsche Sozialversicherungssystem, obwohl die staatliche Vorsorge aufgrund des demografischen Wandels, der steigenden Kosten im Gesundheitssystem und der Niedrigzinsphase längst nicht mehr ausreicht, um sich für den Risikofall und das Alter abzusichern. Umbauarbeiten, Zuzahlungen für medizinische Behandlungen, Absicherung der Familienmitglieder: Die Liste an zusätzlichen Kosten bei einem Erwerbsausfall durch Krankheit oder Unfall scheint unendlich zu sein. Das Ergebnis sind Einschränkungen im persönlichen Bereich und Finanzen, die zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel sind.

Mangelnde Information über Absicherungsmöglichkeiten

Aus welchen Gründen sorgt die deutsche Bevölkerung außerdem nicht vor? Jeder zweite der in Deutschland Befragten (52 Prozent) weiß kaum etwas darüber, wie er sich überhaupt gegen eine Erwerbsunfähigkeit absichern kann. 55 Prozent der Befragten hat nur geringe bis gar keine Kenntnisse über eine Risikolebensversicherung. Dennoch kann sich jeder zweite Nicht-Versicherte (52 Prozent) den Abschluss einer solchen Police vorstellen. Trotz der Informationsdefizite belegen die Deutschen im internationalen Vergleich bei dem Abschluss einer Risikolebensversicherung mit 39 Prozent den dritten Platz.

Andere Länder, andere Sitten?

In der durchgeführten Studie schnitten Hongkong und Malaysia am besten ab. Hier sind immerhin 60 Prozent der Einwohner gegen Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit abgesichert. Das heißt nicht, dass die Bewohner dort pessimistischer in die Zukunft blicken. Sie sind schlicht realistischer und schätzen die Möglichkeit eines Einkommensausfalls besser ein. In Deutschland werden im Schnitt 180.000 Menschen im Jahr berufsunfähig. Der Anteil der unter 56-Jährigen liegt dabei bei 27 Prozent. 2015 ereigneten sich fast 900.000 Arbeitsunfälle, die oft die Grundlage für einen kompletten Einkommensausfall sind.

Der Realitätscheck: An den Fall der Fälle denken!

Umso wichtiger ist es, die eigene Vorsorge durch folgende Frage regelmäßig zu überprüfen:

Reicht die finanzielle Absicherung, wenn das Haupteinkommen wegfällt?

Bedeutet genauer:

  • Können die laufenden Kosten wie Miete und Strom weiterbezahlt werden?
  • Welche Kosten entstehen, wenn zum Beispiel ein Haus behindertengerecht umgebaut oder ein Auto umgerüstet wird?
  • Sind die engsten Familienmitglieder abgesichert?

Die Einnahmen sind dagegen schneller berechnet: Die staatliche Hilfe beläuft sich in der Regel nur auf ein Drittel des bisherigen Bruttoeinkommens.

Titelbild: © arborpulchra

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