Fußballtrainer mit Kindern auf dem Trainingsplatz

Ehrenämter – Engagement für die Gesellschaft

Etwas an die Gesellschaft zurückzugeben, ist das Ziel vieler Ehrenamtlicher. Dabei sind die Tätigkeitsbereiche der freiwilligen Hilfe schier unendlich. Vereine, Stiftungen oder soziale Einrichtungen sind oft auf die Unterstützung von Ehrenamtlichen angewiesen. Damit ist eines klar: Ohne das Engagement dieser Menschen würden viele Sozialbereiche wegbrechen. Doch was bedeutet es eigentlich, sich ehrenamtlich für etwas einzusetzen? Unser Beitrag liefert einen Überblick darüber, was Sie bei einem Ehrenamt beachten müssen, welche Anlaufstellen Sie für ein Ehrenamt aufsuchen können und welche Tätigkeit eventuell zu Ihnen passen könnte.

Inhalt

Ehrenamt: Zahlen und Fakten

Im Vergleich zu den vorherigen Jahren, steigt die Zahl der ehrenamtlichen Tätigkeiten stetig an. So erfüllten 2014 rund 12,96 Millionen Personen eine ehrenamtliche Aufgabe. Im Jahr 2018 gab es in Deutschland bereits 15 Millionen Personen, die ein Ehrenamt innehatten  (Quelle: Statista/ Login notwendig). Viele davon arbeiteten unentgeltlich für eine Bürgerinitiative, für eine soziale Organisation oder waren als Helfer in einem Sportverein tätig. Die meisten ehrenamtlichen Tätigkeiten lagen mit einem Anteil von 25 Prozent im Bereich der Kinder- und Jugendförderung. Frauen engagierten sich dabei genauso häufig wie Männer.

Was ist ein Ehrenamt?

Die Liste der Ehrenämter in Deutschland ist lang und vor allem vielfältig. Denn als Ehrenamt können die unterschiedlichsten Tätigkeiten zählen. Die große Gemeinsamkeit ist jedoch, dass es sich um ein bürgerschaftliches Engagement im Interesse der Gesellschaft handelt. Die Arbeit sollte dabei vorwiegend unentgeltlich, freiwillig und gemeinwohlorientiert ausgeübt werden. Zu beachten ist, dass bei manchen Ämtern eine Einschränkung der Freiwilligkeit gilt. So werden ehrenamtliche Richter, beziehungsweise Schöffen, von einer Liste der Gemeindevertretung gewählt. Personen, die ein solches Amt bekleiden, können sich nur in Ausnahmefällen von der Aufgabe befreien lassen. Auch kann es sein, dass die Arbeit innerhalb des Ehrenamtes mit einer geringen Summe entlohnt wird. Wichtig dabei ist jedoch, dass ein Ehrenamt als solches nur gilt, wenn damit nicht die Absicht verbunden ist, hohe Einkünfte zu erzielen.

Voraussetzungen für die ehrenamtliche Tätigkeit

Jeder kann ein Ehrenamt bekleiden. Unabhängig vom Alter, Geschlecht oder den eigenen Fähigkeiten lässt sich für jede Person eine passende Tätigkeit finden. In diesem Sinne müssen Sie eigentlich nur drei Dinge mitbringen: Zeit, Interesse und Verantwortungsbewusstsein. Denn bevor Sie ein Ehrenamt beginnen, sollten Sie sich die Frage stellen, ob Sie ausreichend Zeit dafür haben. In keinem Fall sollte unter der ehrenamtlichen Tätigkeit der private oder berufliche Bereich leiden. Machen Sie sich also Gedanken, wie häufig Sie ihr Ehrenamt ausüben wollen. Ebenso tragen Sie in einem Ehrenamt Verantwortung und das nicht zuletzt für andere Menschen. Dies sollte Ihnen vor Beginn bewusst sein. Und auch das Interesse gilt als Voraussetzung für ein Ehrenamt. Denn wer keinen Bezug zu seiner Tätigkeit besitzt, der führt diese meist nicht gewissenhaft und mit nur wenig Elan aus. Dabei ist es völlig egal, ob Sie das Interesse für die Tätigkeit bereits seit Jahren besitzen oder es in einem unbekannten Themengebiet neu entdecken.

Gründe für ehrenamtliche Tätigkeit

Die Gründe, sich für ein Ehrenamt zu entscheiden, können vielfältig sein. Persönliche Interessen, der Wunsch anderen zu helfen oder Menschen kennenzulernen sind nur einige davon. Insbesondere bei der Entscheidung für ein spezielles Ehrenamt hilft es, den genauen Grund für das eigene Engagement zu benennen. Das bedeutet konkret: Um das richtige Ehrenamt für sich selbst zu finden, ist die eigene Ambition ausschlaggebend. Doch was können die Gründe für eine ehrenamtliche Tätigkeit sein? Hier ein paar Beispiele:

Interesse für eine Sache

Ehrenämter eignen sich besonders für Personen, die ein ausgeprägtes Interesse für eine Sache besitzen. So kann beispielsweise das Interesse an Geschichte und Kulturgütern für eine ehrenamtliche Beschäftigung im Denkmalschutz sprechen. Aber auch sportliches Interesse, etwa die Leidenschaft zum Fußball, kann für ein Ehrenamt genutzt werden. Werden Sie zum Beispiel zum Jugendtrainer im örtlichen Fußballverein. Nahezu jedes private Hobby lässt sich so in ein Ehrenamt umsetzen.

Der Wunsch nach neuen Erfahrungen

Es muss aber nicht immer das bereits jahrelang ausgeübte Hobby sein, das zu einem Ehrenamt führt. Bei vielen Menschen regt sich auch der Wunsch nach neuen Erfahrungen. Diese sind am besten in einem Ehrenamt zu finden, das Sie vor neue Herausforderungen stellt. Wie wäre es beispielsweise mit der Unterstützung von Kinder- und Jugendprogrammen? Erproben Sie ungewohnte Situationen und lernen Sie ihre Fähigkeiten neu kennen. Denn in einem neuen Ehrenamt sammeln Sie auch Erfahrungen fürs Leben. Hinzu kommt, dass sich die neu erlernten Qualifikationen auch im Berufs- und Sozialleben als besonders nützlich erweisen können.

Wiedergutmachung für ein persönliches Erlebnis

Die Lebenswege und Erlebnisse einiger Menschen sind von schweren Schicksalsschlägen gezeichnet. Der Tod naher Angehöriger, eine schwere Krankheit, ein Unfall oder andere einschneidende Ereignisse lassen Menschen umdenken. So setzen sich beispielsweise viele erfolgreich geheilte Krebspatienten für Präventionsprojekte ein. Aber auch die eigenen Fehler können den Anstoß für ein Ehrenamt sein. Schuldgefühle und die Sehnsucht nach Wiedergutmachung sind also ebenfalls legitime Gründe, sich für die Gesellschaft einzusetzen.

Neue soziale Kontakte knüpfen

Zuletzt kann auch die Suche nach Gleichgesinnten oder neuen Bekannten ein Grund für ein soziales Engagement sein. Denn egal ob regionales Ehrenamt oder der Einsatz für Menschen in aller Welt, das gemeinsame Schaffen und Bewirken von Guten lässt Sie mit anderen Personen zusammenwachsen.

Wichtig ist, dass jeder Mensch individuelle Gründe für ein Ehrenamt hat. So sind auch persönliche Erlebnisse, oder die von nahen Angehörigen, ein Anstoß zum Ehrenamt. Hinzu kommt, dass es auch nicht unbedingt eines speziellen Grundes bedarf, sich gesellschaftlich zu engagieren. Vielmehr können auch individuelle Grundeinstellungen oder eigene Bedürfnisse eine Rolle spielen. Egal aus welchem Grund Sie sich für ein Ehrenamt entscheiden, wichtig ist, dass Sie sich mit der Tätigkeit identifizieren und diese gewissenhaft ausführen können.

Rechte und Pflichten von Ehrenamtlern

Ein Ehrenamt geht sowohl mit Rechten als auch mit Pflichten einher. Denn auch wenn das soziale Engagement im Vordergrund stehen sollte, müssen Ehrenamtler rechtlich einiges beachten.

Versicherungsschutz

Es ist schnell geschehen. Ein Unfall als freiwilliger Fußballtrainer beim Jugendsport oder ein Haftpflichtschaden beim Bühnenbild der örtlichen Theatergruppe sind keine Ausnahme. Doch wer kommt für diese Schäden im Ehrenamt auf? Denn nicht jede Unfall- und Haftpflichtversicherung schließt ehrenamtliche Tätigkeiten ein. Für den richtigen Versicherungsschutz im Ehrenamt gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.

Zunächst muss zwischen einer gesetzlichen Pflichtversicherung und einer privaten Zusatzversicherung unterschieden werden. Eine Pflichtversicherung besteht im Ehrenamt nur für Personen, die eine freiwillige Tätigkeit in bestimmten öffentlich-rechtlichen Institutionen übernehmen. Dies ist insbesondere bei der Wohlfahrtspflege, landwirtschaftlichen Einrichtungen und freiwilligen Rettungs- und Feuerwehrbetrieben der Fall. Welcher Versicherungsträger für das spezielle Ehrenamt zuständig ist, hängt von der Art des Tätigkeitsfeldes ab. So kann neben der Berufsgenossenschaft auch die Unfallkasse des Bundes, des Landes oder der Kommune verantwortlich sein.

Fällt Ihr Tätigkeitsbereich nicht in die Pflichtversicherung, ist es ratsam, sich mit einem ausreichenden Versicherungsschutz abzusichern. Häufig versichern dabei die gemeinnützigen Organisationen, Vereine oder Wohlfahrtsverbände ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter selbst gegen Haftpflicht- und Unfallschäden. Dies sollte vor Beginn mit dem zuständigen Ansprechpartner Ihres Ehrenamts geklärt werden.

Ist dies nicht der Fall, bieten auch einige Bundesländer ihren ehrenamtlichen Helfern einen speziellen Versicherungsschutz an. In Bayern beispielsweise leistet nach erfolgreicher Anmeldung die Bayerische Ehrenamtsversicherung für Schäden. Auskunft über die Versicherungen seitens des Bundeslands kann Ihnen die Stadt oder Kommune geben.

Zuletzt gibt es auch die Möglichkeit, dass Ihre eigenen Versicherungen bei Schäden im Ehrenamt haften. Doch Vorsicht, dies sollten Sie unbedingt vorher mit Ihrer Versicherung abklären. Sollten Sie sich für die IDEAL PrivatHaftpflicht entschieden haben, sind Sie auch im Rahmen ehrenamtlicher Tätigkeiten vor Haftpflichtschäden geschützt.

Natürlich gilt auch bei allen ehrenamtlichen Tätigkeiten, dass der Versicherungsschutz nicht leistet, wenn der Schaden vorsätzlich verursacht wurde.

Aufwandsentschädigung

Nicht jedes Ehrenamt muss unentgeltlich bekleidet werden. Anstatt von einem Lohn wird jedoch hier von Aufwandsentschädigung gesprochen. Diese darf je nach Tätigkeit unterschiedlich hoch sein. Die steuerfreie Übungsleiterpauschale für beispielsweise Fußballtrainer beträgt bis zu 2.400 Euro im Jahr. Die steuerfreie Ehrenamtspauschale hingegen liegt bei knapp 720 Euro (§ 3 Nr. 26 EstG). Hinzu kommen jedoch Auslagen wie Fahrtkosten, die steuerfrei erstattet werden können. Dennoch wird in den meisten Ehrenämtern auf eine Bezahlung verzichtet, immerhin steht bei einem Ehrenamt eben nicht der Verdienst, sondern das soziale Engagement im Vordergrund.

Ehrenamt und Arbeitgeber

Viele Personen üben das Ehrenamt neben ihrem eigentlichen Beruf an Wochenenden oder nach ihrem Feierabend aus. Der Arbeitgeber darf dieses ehrenamtliche Engagement in der Freizeit grundsätzlich nicht verbieten. Es sei denn, der Arbeitgeber kann nachweisen, dass die beruflichen Tätigkeiten unter dem Ehrenamt leiden. Engagieren Sie sich beispielsweise weniger in der Arbeit, machen Sie zunehmend Fehler oder sind unaufmerksam, kann der Arbeitgeber die ehrenamtliche Tätigkeit untersagen. Im schlimmsten Fall droht die Kündigung. Wichtig ist also, dass die Mehrbelastung durch das Ehrenamt keinen Einfluss auf die Arbeitsleistung besitzt. Die meisten Arbeitgeber haben jedoch Verständnis für Ihr Engagement. Deshalb sollten Sie, wenngleich Ihr Arbeitgeber es zunächst nicht verbieten kann, zumindest Bescheid geben.

Freistellungspflicht für ehrenamtliche Tätigkeiten

In der Regel gilt: Die vertraglichen Verbindlichkeiten mit dem Arbeitgeber haben Vorrang vor dem Ehrenamt. Doch für jede Regel gibt es eine Ausnahme. Und diese besteht in diesem Fall für Ehrenamtler in freiwilligen Feuerwehren oder Technischen Hilfswerken. Denn Personen, die in diesen Ehrenämtern tätig sind, müssen vom Arbeitgeber für Einsätze und zu Aus- und Weiterbildungen freigestellt werden. Für alle anderen Ehrenämter gilt diese Freistellungsregelung jedoch nicht.

Was für ehrenamtliche Tätigkeiten gibt es?

Die Bandbreite an ehrenamtlichen Tätigkeiten ist groß. Unter den vielen Angeboten finden sich zahlreiche Ehrenämter, die zu jeweils speziellen Interessensgebieten passen. Wir haben Ihnen ein paar Beispiele zusammengestellt:

Ehrenamt im Sportverein

Egal ob Fußball, Handball oder Tennis. Ist eine bestimmte Sportart Ihre Leidenschaft und Sie betreiben diese bereits länger? Dann ist vielleicht eine freiwillige Tätigkeit als Übungsleiter oder Trainer die perfekte Wahl. Denn als Trainer können Sie Ihr sportliches Hobby auch als Ehrenamt bekleiden und Ihre Begeisterung an andere Menschen weitergeben.

Ehrenamt bei Feuerwehr, Rettungs- und Sanitätsdiensten

Sie sind wohl die berühmtesten Ehrenamtler in Deutschland: Die freiwilligen Mitarbeiter bei der Feuerwehr und in Rettungsdiensten. Ohne diese Personen wäre eine flächendeckende Versorgung der Bürger in Notlagen nicht gewährleistet. Doch die Ausübung dieses Ehrenamtes geht nicht nur mit einer enormen Verantwortung einher, sondern bedarf auch einer längeren Ausbildung. Sollten Sie sich also in diesem Bereich engagieren wollen, ist ein erhöhter Zeitaufwand für die Arbeit selbst als auch für die Ausbildung mit einzuberechnen.

Jugend- und Sozialarbeit

Sie möchten Kinder, Familien oder sozial benachteiligte Personen unterstützen? Dann bietet sich ein Ehrenamt im Bereich der Jugend- und Sozialarbeit an. Zahlreiche große Hilfsorganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz oder auch die Kirche (z.B. Caritas) unterstützen hilfsbedürftige Menschen in Deutschland. Die Tätigkeiten in diesem Bereich sind dabei vielfältig. Wie wäre es, Kinder bei Hausaufgaben zu unterstützen, Jugendliche bei der Berufswahl zu helfen, Gesprächskreise zu leiten oder bedürftigen Kindern warmes Essen zu geben? Informieren Sie sich je nach Aufgabengebiet bei freiwilligen Schülerhilfen, Jugendzentren oder der Tafel.

Seniorenhilfe

Nicht nur Kinder und deren Familien brauchen Ihre Hilfe. Auch ältere Menschen profitieren jeden Tag von der Arbeit ehrenamtlicher Helfer. Wie Sie sich engagieren, bleibt dabei Ihnen überlassen. Sei es als sozialer Kontakt für ältere Personen da zu sein, sich aktiv in der umliegenden Seniorenhilfe zu engagieren oder in Alters- und Pflegeheimen mitzuhelfen. Auch hier gibt es viele Organisationen und Vereine, die Sie mit Ihrem Ehrenamt unterstützen können. Ein Tipp: Seniorenhilfen agieren häufig regional bezogen. Beachten Sie daher einen Verein in Ihrer Nähe auszuwählen.

Umwelt- und Tierschutz

Der Umwelt- und Tierschutz ist in den vergangenen Jahren ein immer weiter wachsendes ehrenamtliches Tätigkeitsfeld geworden. Insbesondere der Klimawandel zeigt den Menschen auf, mehr Bewusstsein für die umliegende Natur zu entwickeln. Engagieren Sie sich hier beispielsweise beim Naturschutzbund Deutschland, bei regionalen Naturschutzvereinen oder im örtlichen Tierheim.

Politik und Justiz

Auch politisch Interessierte können ein Ehrenamt übernehmen. Denn sind Sie in einer Partei aktiv, gilt auch das als Ehrenamt. Zudem können Sie sich als Wahlhelfer melden oder als ehrenamtlicher Richter bei der Urteilsfindung mithelfen.

Religiöse Einrichtungen

Ein Ehrenamt basiert auf dem Prinzip der Nächstenliebe. Deshalb unterstützen auch viele religiöse Institutionen soziale Hilfsprojekte insbesondere im Bereich der Jugend- und Seniorenhilfe. Aber auch in der Denkmalpflege sind die religiösen Einrichtungen mit vielen Ehrenämtlern vertreten. Engagieren Sie sich beispielsweise als Kirchenpfleger und helfen dabei, wichtige Bauwerke zu erhalten, oder erzählen Sie Fremden in ehrenamtlichen Führungen die Geschichte des Kirchenbaus.

Wichtig ist, dass nicht das Prestige der Tätigkeit bei der Wahl eines Ehrenamtes ausschlaggebend sein sollte, sondern das persönliche Interesse. Dabei muss es nicht immer ein aufwendiges Ehrenamt sein. Denn nicht jeder hat die Zeit und die Fähigkeiten, sich bei den Rettungskräften oder im Katastrophenschutz zu beteiligen. Es reichen bereits kleine Tätigkeiten aus, um Menschen sozial zu unterstützen. Geben Sie beispielsweise einen Strickkurs im Altersheim, unterrichten Sie benachteiligte Kinder im Tanz oder engagieren Sie sich als Einkaufshilfe in der Nachbarschaft. War für Sie noch nichts dabei, können Sie mit der  Ehrenamtssuche viele freiwillige Tätigkeiten in Ihrer näheren Umgebung finden.

Welches Ehrenamt passt zu mir?

Neben den Gründen zur Übernahme eines Ehrenamtes gibt es zahlreiche weitere Faktoren, die die Wahl eines passenden Ehrenamtes beeinflussen. Zielsetzungen im Leben, Vereinbarkeit mit dem Beruf sowie persönliche Interessen spielen bei der Wahl eines Ehrenamtes eine große Rolle. Doch welches Ehrenamt passt eigentlich zu wem?

Zunächst sollten Sie sich die Frage stellen, was Sie zu einem Ehrenamt bewegt und welchen Zweck Sie damit verbinden. Möchten Sie Menschen helfen, neue Kontakte knüpfen, Ihr Hobby anderen näher bringen? Als diese Fragen helfen bei der Orientierung. Zudem sollten Sie sich selbst in Bezug auf Ihren geplanten Zeitaufwand, Ihre emotionale Belastbarkeit und Ihre Interessen einschätzen.

  • Können Sie gut mit fremden Menschen umgehen, sind Sie offen oder haben Sie Berührungsängste und sind eher schüchtern?
  • Können Sie mit emotional belastenden Situationen wie Tod und Krankheit umgehen oder sind Sie eine Person, die diese Gedanken nicht mehr loslassen?
  • Möchten Sie sich langfristig engagieren oder sind Sie zeitlich eingeschränkt?
  • Welche Bereiche wecken Ihr Interesse (Soziale Belange, Sport, Kultur, Migration etc.)?

Um eine bessere Orientierung bei der Wahl möglicher Ehrenämter zu geben, hat die Caritas einen Test entwickelt, der Sie durch die Antworten auf einige Fragen einem Ehrenamts-Typ zuweist. Der Selbsttest kann mit wenigen Klicks ganz einfach online ausgefüllt werden. Hier geht’s zum Test.

Wo findet man eine ehrenamtliche Tätigkeit?

Ein Ehrenamt zu finden kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Zunächst können Sie einfach direkt bei den örtlichen Einrichtungen nachfragen, für die Sie sich als freiwilliger Helfer engagieren möchten. Auch so genannte „Ehrenamtsagenturen“ oder die Gemeinde unterstützen Sie bei der Auswahl und stellen gerne Verbindungen her. Im Internet gibt es ebenfalls eine Vielzahl von Portalen, die über mögliche Einsatzgebiete informieren. Hier sind ein paar nützliche Links, die bei der Suche nach einem Ehrenamt helfen können:

Titelbild: © SeventyFour/iStock

IDEAL Haftpflichtversicherung: Frau und Mann lächeln
Haftpflichtversicherung
  • Deckungssumme von 10 oder 50 Mio. €
  • Mietssachschäden, Schlüsselverlust inklusive
  • Ehrenamtliche Tätigkeit abgedeckt

Beitrag
berechnen
Produkt
infos

*IDEAL PrivatHaftpflicht, Singletarif, Klassik 60+