Krebs in der Familie - Krebspatientin und ihre Schwester

Die Vererbung von Brustkrebs

Etwa 75.000 Frauen erkranken in Deutschland jährlich neu an Brustkrebs. Damit ist diese Form von Krebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Brustkrebs gehört außerdem zu den Krebserkrankungen, die familiär gehäuft auftreten können. Statistisch gesehen ist das bei einem Viertel der Erkrankungen der Fall. Wenn das auf Sie zutrifft, sollten sie alle geeigneten Maßnahmen ergreifen, um das Risiko einer Erkrankung zu reduzieren. Gehen Sie auch regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen. Für Sie ist aber auch wichtig zu erkennen, wie hoch das Risiko wirklich ist und was Sie selbst tun können, um es zu reduzieren.

Welche Risikofaktoren gibt es?

Es gibt bis heute keine Methode oder Lebensweise, mit der sich Krebs sicher verhindern lässt. Eine Reihe von Krebserkrankungen entstehen aber bei verschiedenen Risikofaktoren gehäuft. Das zeigt sich am Beispiel von Hautkrebs und häufigen Sonnenbränden in der Kindheit sowie Besuchen von Sonnenstudios. Bei Brustkrebs gibt es solche direkten Auslöser nicht, aber Risikofaktoren. Einige Risikofaktoren lassen sich ausschalten, andere nicht. Auf die genetische Vorbelastung haben Sie zwar keinen Einfluss, aber Sie sollten gewarnt sein, wenn Brustkrebserkrankungen in der direkten Verwandtschaft auftreten. Es gibt auch weitere Faktoren, wie das erhöhte Lebensalter.
Ab 45 Jahren nimmt die Wahrscheinlichkeit für Brustkrebs zu. Außerdem spielt die Hormonlage eine wichtige Rolle, denn ein schwankender Östrogenspiegel kann das Risiko erhöhen. Aus diesem Grund gilt auch ein frühes Eintreten der ersten Monatsblutung und das späte Einsetzen der Wechseljahre als verstärkend. Frauen, die in den Wechseljahren Hormonpräparate einnehmen, erhöhen das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.

Einfluss der Lebensweise

Auch die Lebensweise beeinflusst die Wahrscheinlichkeit einer Brustkrebserkrankung. Bei der Ernährung konnte das Risiko zwar noch nicht nachgewiesen werden, wohl aber beim Übergewicht, dass klar als Verstärker der Brustkrebsgefahr identifiziert werden konnte. Das gilt auch für Bewegungsmangel. Eine gesunde Lebensweise kann Brustkrebs vermutlich nicht verhindern, aber das Risiko deutlich senken. Genussgifte hingegen sind bekannt dafür, dass sie die Krebswahrscheinlichkeit erhöhen. Frauen sollten daher nicht rauchen und maßvoll Alkohol konsumieren, besonders wenn weitere Risikofaktoren vorliegen.

Anzeichen für eine familiäre Vorbelastung

Eine familiäre Vorbelastung zeigt sich in der engen weiblichen Verwandtschaft. Das sind vor allem Schwestern, die Mutter und Großmütter. Frauen, bei denen Brustkrebs diagnostiziert wurde, können sich einem Gentest unterziehen. In etwa 5-10% der Fälle lassen sich sogenannte Brustkrebsgene nachweisen, sodass vom erblichen Brustkrebs gesprochen werden kann. Sollten Sie nicht erkrankt sein und sich einem Test unterziehen, bedeutet ein positives Ergebnis nicht, dass Sie an Krebs erkrankt sind. Es ist dann lediglich ein Hinweis darauf, dass bei Ihnen ein erhöhtes Risiko besteht. Für Sie sind die Vorsorgeprogramme besonders wichtig. Bedenken Sie, dass weitere Risikofaktoren die Wahrscheinlichkeit noch einmal erhöhen können. Es kommt vor, dass mehrere Frauen innerhalb einer Familie betroffen sind, ohne dass das zunächst bekannt wird. Wer nicht zur Vorsorgeuntersuchung geht und sich nicht regelmäßig selbst untersucht, entdeckt die Krankheit womöglich erst sehr spät. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass bei entsprechender genetischer Disposition der Brustkrebs auch bei den nahen weiblichen Verwandten nicht erkannt wird. Deshalb ist es wichtig, dass Frauen ab Mitte 30 sich für die Vorsorge sensibilisieren, denn das dient auch dem Schutz der weiblichen Verwandten.

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