Pollenflug in der Natur

Der Pollenflug beginnt – Tipps bei Heuschnupfen

„Hatschi“ – im Frühling fliegen wieder allerlei Pollen durch Luft. Die Zeit, in der man nicht weiß, ob man „Gesundheit“ wünschen soll oder der Niesende an einer Pollenallergie leidet. Zugeschwollene Augen, Atemnot oder ständiges Jucken der Nase können Betroffenen ganz schön zu schaffen machen. Hier ein paar Tipps, wie Sie als Allergiker den Pollenflug etwas leichter überstehen.

Pollenallergie – was ist das?

pollenkalender
© teerapong / iStock.com

Allein der Gedanke, sich auf das gemütliche Sofa inmitten des Rapsfeldes zu legen, dürfte bei den meisten Allergikern ein Kribbeln in der Nase auslösen. Bei der Pollenallergie handelt es sich um eine Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte Pollen. Im Gegensatz zu anderen Allergien, wie z.B. der Tierhaarallergie, handelt es sich um eine saisonale Erkrankung. Die Pollenallergie tritt nur in Zeiten auf, in der die Pollen fliegen. Je höher die Konzentration der Pollen in der Luft ist, desto stärkere Symptome treten auf. Auch das Wetter spielt dabei eine Rolle. An sonnigen und warmen Tagen ist die Konzentration  höher. An Regentagen können Allergiker aufatmen, denn die Pollen werden aus der Luft gewaschen.

Wie entsteht eine Pollenallergie?

Die häufigsten Pollensorten, auf die viele Menschen in Europa allergisch reagieren, sind Hasel, Erle, Esche, Birke und Gräser. Meistens beginnt die Erkrankung im frühen Kindesalter und kann zu jahrzehntelanger Beeinträchtigung der Lebensqualität führen. Im Erwachsenenalter spielen Kreuzallergien eine zunehmende Rolle. Davon ist die Rede, wenn im Zuge einer Pollenallergie noch eine weitere Allergie gegen bestimmte Lebensmittel hinzukommt. Die Pollen, die die Allergien auslösen, sind meist harmlos. Der Körper reagiert jedoch extrem empfindlich auf die darin befindlichen Stoffe und bildet Antikörper. Mit diesen Antikörpern will sich der Organismus vor den vermeintlichen Schadstoffen, den Pollen, schützen. Hierbei wird oft eine große Menge Histamin ausgeschüttet. Infolgedessen treten einige unangenehme Symptome auf.

Symptome bei Pollenallergie

Die Pollensaison hat sich in den vergangenen 30 Jahren deutlich verlängert und ist intensiver geworden. Laut einer Studie der Datenanalysten YouGov gab von tausend Befragten jeder fünfte an, Allergiker zu sein. Am häufigsten machen den Betroffenen tränende oder juckende Augen zu schaffen. 70 % leiden außerdem an Niesattacken und einer laufenden Nase. Bei der Hälfte der Allergiker ist die Nase verstopft, ein Drittel klagt über Juckreiz an Gaumen, Rachen und Ohren. Geschwollene Lieder treten ebenso häufig auf. Dicht gefolgt von Müdigkeit, Atemnot und Schlafstörungen.

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Tipps bei Heuschnupfen

Als Allergiker empfiehlt es sich, die Wohnung immer nur dann zu lüften, wenn die Pollenkonzentration in der Luft niedrig ist. In der Stadt ist die Belastung am Abend am größten, auf dem Land am frühen Morgen.

  • Die Allergie lieber nicht auf die leichte Schulter nehmen: 30 Prozent der Pollenallergiker entwickeln im Laufe der Jahre chronisches Asthma. Lassen Sie Ihre Allergie sicherheitshalber vom Arzt bestimmen und besprechen Sie mögliche Therapien.
  • Lüften: In der Innenstadt lüften Sie am besten zwischen 6 und 8 Uhr. Auf dem Land ist die beste Zeit zwischen 20 und 24 Uhr. Bei starkem Wind fliegen Pollen rund um die Uhr – dann zwischenzeitlich auf Lüften verzichten.
  • Pollenfreie Zone im Schlafzimmer: Die Kleidung, die Sie tagsüber tragen, ist in der Hochsaison voll mit Pollen. Ziehen Sie sich am besten im Badezimmer schon um, sodass diese nicht ins Schlafzimmer gelangen.
  • Abends duschen und Haare waschen: Ansonsten fallen die Pollen nachts auf’s Kopfkissen und werden eingeatmet.
  • Spaziergang: Wenn es länger als 15 Minuten regnet, sind die Pollen aus der Luft gespült und Allergiker können entspannt spazieren gehen.
  • Kreuzallergien: Wer beispielsweise allergisch auf Birke und Haselnuss reagiert, verträgt in dieser Zeit oftmals auch keine Möhren, Äpfel oder Nüsse. Pollenallergiker reagieren außerdem häufig auf Paprika und Petersilie. Erhitzen und Einfrieren können einige Allergene zerstören.
  • Sport: Zur Zeit des Pollenflugs sollten Sie lieber im Fitness-Studio oder Hallenbad trainieren. Schwere körperliche Anstrengung im Freien können Atemnot und heftige allergische Reaktionen hervorrufen.
  • Urlaub von den Pollen: Fliegen Sie den Pollen davon! Im Gebirge etwa, oberhalb von 2000m, ist die Luft fast pollenfrei. Genauso am Meer oder in der Wüste. Im Süden ist der Pollenflug schon fast vorbei, wenn es in Berlin erst richtig losgeht. Was Sie in Ihrer Reiseapotheke dabeihaben sollten, lesen Sie hier.
  • Medikamente rechtzeitig einnehmen: Antihistaminika lindern die Symptome der Allergie und können daher schon vorbeugend eingenommen werden, kurz bevor die Pollen zu fliegen beginnen.
  • Immuntherapie: Eine mögliche Behandlung ist die nachweislich erfolgreiche Immuntherapie. Drei Jahre lang spritzt der Arzt in der Regel zunehmende Dosen der Allergene, bis die unerwünschte Reaktion darauf ausbleibt.

Was nützt ein Pollenflugkalender?

Pollenflugkalender

Da Blütenpollen und Gräser in speziellen Monaten fliegen und sich gegenseitig abwechseln macht es Sinn, sich je nach Allergie an einem Kalender zu orientieren. In dem Pollenflugkalender der Freien Universität Berlin können Sie tageweise Ihre Beschwerden eintragen und haben einen Überblick, welche Pollen im Vergleich zu Vorjahreswerten am meisten auftreten. Mittlerweile gibt es eine Reihe von Apps wie die „Husteblume“ von der Techniker Krankenkasse, die helfen den Alltag als Allergiker zu erleichtern. Mit Pollenalarm durch Push-Nachricht begleiten Apps wie diese durch den Tag und erstellen so eine individuelle Pollenbelastungsprognose. Dadurch können Sie die Symptome vorab absehen und ggf. einen Leistungsabfall verringern oder ganz vermeiden.

Titelbild: © Alkimson / iStock.com

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