Ernährung - Quiona mit Früchten als im Clean Eating Trend

Clean Eating: Die Philosophie des neuen Hollywood-Trends

Miranda Kerr tut es. Genauso wie Jessica Alba. Clean Eating heißt der neue Ernährungstrend aus Hollywood. Dahinter verbirgt sich eine innovative Form des gesunden Essens, die vollständig auf industriell hergestellte Fertigprodukte verzichtet. Im Gegensatz zum „Superfood“, einer Ernährungsweise, die hauptsächlich auf nährstoffreiche Lebensmittel ausgerichtet ist, kommen beim Clean Eating nur frische, vor allem aber unverarbeitete Lebensmittel auf den Teller. Das ist nicht nur gesünder, sondern unterstützt zudem die Nachhaltigkeit.

Du bist was du isst!

So lautet das Prinzip der Ernährungsberaterin und Trendbegründerin Tosca Reno. Und es ist zugleich auch das Motto von Clean Eating. Denn das Ziel der neuen Ernährungsform besteht nicht in einer gesunden Diät, sondern in der Besinnung auf die Natur. Mit dem Verzicht auf künstliche Zusatzstoffe und den Gebrauch von frischen Lebensmitteln sollen leere Kalorien ohne Nährstoffe vermieden und regionale Produktproduktionen gestärkt werden.

Frisch, ausgewogen und natürlich.

Die Umsetzung von Clean Eating ist einfacher als erwartet. In die Küche kommen nur frische Produkte. Konserven, verarbeitete Lebensmittel und Fertigprodukte sind tabu. Denn je mehr Zusätze wie Geschmacksverstärker, Farb- oder Süßstoffe im Essen sind, desto schlechter kann der Körper die Nahrung verwerten. Die künstlichen Stoffe werden im Gegensatz zu hochwertigen Nährstoffen nämlich als Fettdepots im Körper eingelagert. Wohl ein Grund mehr, warum auch viele Stars und Sternchen dem Ernährungstrend folgen.

Die 9 Regeln des Clean Eating

Wie bei jedem Ernährungsstil wirkt auch Clean Eating nur, wenn man es richtig praktiziert. Deshalb haben wir die neun besten Tipps rund um den Food-Trend zusammengestellt.

  1. Viele kleine Mahlzeiten

Neben Frühstück, Mittagessen und Abendessen empfiehlt die Ernährungsexpertin Reno kleine Zwischenmahlzeiten. Das regt den Stoffwechsel an. Am besten 5 bis 6 Mal pro Tag kleinere Portionen zu sich nehmen. Doch Vorsicht: Abendsnacks zu später Stunde vermeiden.

  1. Wenig Salz

Salz führt im Körper zu Wasseransammlungen, die sich schnell einlagern können. Wenn das Essen gesalzen wird, lieber frisches Meersalz verwenden. Oder stattdessen das Essen mit vielen Gewürzen und frische Kräuter verfeinern.

  1. Eiweißquellen mit wertvollen Kohlenhydraten kombinieren

So wird nicht nur Heißhunger vermieden, sondern auch der Stoffwechsel reguliert. Fleisch, Fisch und Milchprodukte möglichst mit Vollkornnudeln, Quinoa oder Reis servieren.

  1. „Guten Fetten“ den Vorzug geben

Ungesättigte Fettsäuren halten die Zellwände des Körpers flexibel. Einfach Lein-, Raps- und Walnussöl, Nüsse und fetten Fisch nutzen.

  1. Zucker und Süßstoffe sparen

So werden Übergewicht und Diabetesgefahr vermieden. Normaler raffinierter Zucker enthält keine Nährstoffe. Vorsicht: auch auf versteckten Zucker in Getränken achten!

  1. Künstliche Zusatz- und Farbstoffe sowie Fertiggerichte sind tabu

Die unnatürlichen Stoffe können vom Körper nicht verarbeitet werden und sammeln sich so in den Fettzellen an. Dickmachergefahr!

  1. Frisches, saisonales und regionales Obst und Gemüse

Egal ob roh, gekocht oder als Smoothie. Obst und Gemüse dürfen beim Clean Eating immer auf den Tisch. Jedoch sollte aus Nachhaltigkeitsgründen auf die Saisonalität geachtet werden. Gerne auch Gemüse aus dem Garten verwenden!

  1. Die wichtigste Mahlzeit: Das Frühstück

Unbedingt einhalten! Denn beim Frühstück werden die wesentlichen Energiereserven für den Tag gebildet. Der Körper kann Leistung so schneller abrufen.

  1. Ausreichend Flüssigkeit

Mindestens 2 bis 3 Liter Wasser sollten am Tag getrunken werden. Denn die Flüssigkeit im Körper befördert die Nährstoffe dorthin, wo sie hinsollen. Alkohol ist natürlich tabu!

Gar nicht so schwer!

Der neue Food-Trend aus Hollywood ist keine Hexerei. Und der gesunde Ernährungstrend kommt an. 2016 probierten bereits 10 Prozent der Deutschen Food-Trends wie Superfood oder Clean Eating aus. Rezepte findet man schnell online. Einfach mal ausprobieren!

Titelbild: ©sarsmis