Paar genießt den Blick aus dem Zelt auf einen Fluss

Campingurlaub planen leicht gemacht!

Egal ob Zelt, Wohnmobil oder Luxuswagen – Camping in Deutschland boomt. Immer mehr Deutsche kaufen sich einen Wohnwagen oder ein Wohnmobil, um Urlaub in der Natur zu machen. Hinzu kommt nun ein weiterer Trend, der das Camping für eine neue Zielgruppe attraktiv macht. Denn immer mehr Luxus-Urlauber entdecken das „Glamping“ (engl. Glam + Camping) für sich. So unterschiedlich kann Camping heutzutage ausfallen und erfreut sich damit immer größerer Beliebtheit. Allein 2018 wurden 43.691 Wohnwägen und 23.287 Wohnmobile in Deutschland neu zugelassen. Im Fall der Wohnmobile sind das knapp zwei Drittel mehr Neuzulassungen als noch 2015. Und auch der Ausbau der Campingplätze belegt die steigende Nachfrage. So gab es noch vor 20 Jahren etwas über 2.000 Campingplätze in Deutschland. 2017 waren es schon knapp 3.000. Camping ist also etwas für jedermann, doch wo finden Sie die schönsten Campingplätze und was sollten Sie vor Reiseantritt unbedingt auf die Packliste schreiben?

Die schönsten Campingplätze Deutschlands

Die Auswahl an Campingstellplätzen in Europa ist riesig. Trotzdem bevorzugen 72 Prozent laut einer Studie des ADAC einen Campingplatz in Deutschland. Doch wo liegen die schönsten Campingplätze in Deutschland? Das größte deutsche Camping-Magazin CARAVANING hat anhand von Kundenbewertungen die Top-Ten der besten Plätze zusammengestellt:

Platz 10: Strandcamping Waging

Viele Freizeitaktivitäten und perfekt für Familien. In Waging am See, im Herzen Chiemgaus, finden Camper laut dem Magazin besonders erholsame Campingtage. (Am See 1, 83329 Waging am See, www.strandcamp.de)

Platz 9: Schwarzwälder Hof

Die perfekte Verbindung von Spa und Camping findet man in Seelbach. Indoor-Kletterhalle inklusive. (Tretenhofstraße 76, 77960 Seelbach, www.spacamping.de)

Platz 8: Camping Wulfener Hals

Wassersportler sind hier richtig. Camper, die besonders auch Wind- und Kitesurfen wollen, können sich hier austoben. (Wulfener Hals Weg 100, 23769 Wulfen, www.wulfenerhals.de)

Platz 7: Camping Münstertal

Von Reitstall bis Wellness. Der Campingplatz im Schwarzwald hat viel zu bieten. Das Magazin CARAVANING lobt vor allem die gute Küche. (Dietzelbachstraße 6, 79244 Münstertal, www.camping-muenstertal.de)

Platz 6: Camping Hopfensee

Kurcamping und Wellness mitten im Allgäu. Das bietet der Campingplatz am Hopfensee. (Fischerbichl 17/Uferstraße, Füssen im Allgäu, http://www.camping-hopfensee.com/)

Platz 5: Campingpark Kühlungsborn

Ein direkter Strandzugang, Shoppingmöglichkeiten und ein Programm für schlechtes Wetter. Das kann der Campingpark in Kühlungsborn bieten (Waldstraße 1b, 18225 Kühlungsborn, http://www.topcamping.de/)

Platz 4: Hegau-Familien-Camping

Familienfreundlichkeit als Markenzeichen. Denn besonders die Kleinen werden beim Familien-Campingplatz in Tengen umsorgt. (An der Sonnenhalde 1, 78250 Tengen, http://www.hegau-camping.de/)

Platz 3: Camping Rosenfelder Strand

Ein Träumchen an der Ostsee. So beschreibt das Magazin CARAVANING diesen Campingplatz. Doch auch für Kinder wird hier viel geboten. Ponyreiten und Abenteuerplatz inklusive. (Rosenfelder Strand 1, 23749 Grube, http://www.rosenfelder-strand.de/)

Platz 2: Camping- und Freizeitpark Lux-Oase

Wandern, Dampferfahrten oder ein kleiner Städtetrip. Das alles gibt es auf dem Campingplatz nahe Dresden. Zudem sind nicht nur Familien mit Kindern willkommen, auch Hunde finden hier ihren Platz! (Arnsdorfer Straße 1, 01900 Kleinröhrsdorf, http://www.luxoase.de/)

Platz 1: Insel-Camp Fehmarn

Laut dem Magazin CARAVANING ist das Insel-Camp Fehrmarn der schönste Campingplatz Deutschlands. Die direkte Lage am Ostseestrand bietet den Campern besondere Erholung! (Insel-Camp Fehmarn, 23769 Meeschendorf, http://www.inselcamp.de/)

Wen es doch eher ins Ausland zieht, der findet  im Ranking der beliebtesten Campingplätze in Europa vielleicht sein Traumziel.

Von Zelt bis Wohnmobil – wie wollen Sie campen?

Familienzelt, Wohnwagen oder doch das Wohnmobil? Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten zu campen. Und alle haben ihre Vor- und Nachteile.

  • Familienzelte:

Nah an der Natur, für mehrere Campingaufenthalte in einem Urlaub jedoch unpraktisch. Denn das Zelten vermittelt zwar ein besonders naturverbundenes Erlebnis, ist jedoch auch mit großen Einbußen hinsichtlich des Komforts verbunden. Zudem muss bei mehreren Aufenthalten in einer Reise, das Zelt jedes Mal auf- und abgebaut werden. Das kostet Zeit und Nerven. Und auch in der Nacht kann das Zelt den erholsamen Schlaf stören, wenn der Wind bläst und Regen gegen die Wände trommelt. Dennoch: Das Zelt ist die wohl kostengünstige Variante des Campens. Sowohl die Anschaffungskosten, als auch die dafür notwendigen Stellplatzgebühren halten sich in Grenzen.

  • Wohnwagen oder Caravan:

Im Gegensatz zum Wohnmobil ist der Caravan lediglich ein Wohnwagen, der an den PKW angehängt wird. Der Vorteil dieses Anhängers ist, dass am Urlaubsort kein Mietwagen notwendig ist. Dadurch bleibt man auch für Ausflüge jederzeit mobil. Zudem spielt auch der Kostenaufwand eine entscheidende Rolle. Denn Wohnwägen sind im Normalfall wesentlich günstiger in der Anschaffung und Pflege als Wohnmobile. Doch auch der Caravan hat Nachteile. Insbesondere ist das Fahren mit dem Anhänger nicht zu unterschätzen. Für alle nach 1999 erworbenen Führerscheine ist sogar eine Erweiterung der Klasse BE notwendig.

  • Wohnmobil:

Ein kleines Appartement auf Rädern. Das Wohnmobil bringt vor allem den Vorteil mit sich, dass je nach Ausstattungsvariante sanitäre Anlagen sowie eine kleine Küche immer und überall an Board sind. Kochen und sich die Hände waschen wird so wesentlich einfacher. Manche Wohnmobile besitzen Klimaanlagen oder Heizungen, vollausgestattete Bäder, luxuriöse Betten oder gar die Möglichkeit, einen Kleinstwagen zu verstauen. Dem  Luxus sind in dieser Variante keine Grenzen gesetzt. Der Haken: Die Kosten! Denn Anschaffung, Unterhalt und Miete sind wesentlich höher als bei Wohnwägen.

Ob nun Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil: Letztendlich muss der Reisende selbst entscheiden, welche Art von Campingurlaub es denn sein soll. Zudem müssen vorab einzelne Bestimmungen des bevorzugten Campingplatzes abgeklärt werden. So sind nicht überall riesige Wohnmobile erlaubt. Ebenfalls ist das Wildzelten in Deutschland verboten.

Die richtige Ausrüstung – Was braucht man wirklich?

Ein Camping-Urlaub erfordert meist mehr Planung als ein  Urlaub im All-inklusive Hotel. Doch was muss unbedingt mit? Damit auch nichts bei der Abreise fehlt, hat camperstyle.net eine umfangreiche Checkliste herausgegeben. Wir haben die wichtigsten Dinge davon für Ihren Camping-Urlaub zusammengestellt.

Grundausstattung:

  • Gasflasche(n)
  • Kabeltrommel (mind. 25 m, H07RN-F 3G2,5)
  • Holzbretter oder Keile zum Befestigen der Stützen
  • Adapterkabel
  • Abwassereimer oder -schlauch
  • Trinkwasserentkeimung
  • Werkzeugkasten mit Schrauben
  • Wäscheleinen, Spülschüsseln und Kehrbesen

Küche:

  • Geschirr, Besteck und Gläser
  • Scharfe Küchen- und Allzweckmesser
  • Töpfe und Pfannen
  • Frischhaltedosen
  • Müll- und Plastikbeutel
  • Küchenrolle
  • Dosenöffner
  • Schere
  • Feuerzeug

Bad:

  • Hand- und Badetücher
  • Wasch- und Duschlotionen
  • Zahnbürste und -pasta
  • Toilettenpapier
  • Badeschlappen
  • Desinfektionsspray

Weitere Helferlein:

  • Für Reparaturen: Panzertape, Isolierband, Kabelbinder, Draht
  • Für Ausflüge: Fernglas, Regen- und Windjacken, Picknick-Zubehör
  • Für Notizen: Stift, Papier, Notizbuch
  • Batterien und Akkus

Zudem ist eine Reiseapotheke besonders wichtig! Denn auch vor dem Urlaub machen Krankheiten keinen Halt. In unserem Beitrag erklären wir, was in die Reiseapotheke gehört.

Sicherheit für den Camping-Trip

Mit ins Gepäck sollte neben den oben genannten Dingen zudem noch eins: Sicherheit. Denn ein Diebstahl, ein Autounfall oder eine Erkrankung ist schnell geschehen. Absicherung, insbesondere für Familien, ist daher Pflicht. Deshalb sollte man im Vorfeld des Camping-Urlaubs bereits über eine geeignete Wohnmobil-Versicherung, einen Diebstahlschutz und eine Auslandskrankenversicherung nachdenken. Dann steht dem Camping-Trip nichts mehr im Weg!

Titelbild: © maroznc