Frau untersucht ihre Brust auf Brustkrebs

Brustkrebsvorsorge – das Brustkrebsrisiko senken

Die erbliche Vorbelastung ist nur ein mögliches Risiko für die Entstehung von Brustkrebs. Experten konnten inzwischen zahlreiche weitere Faktoren nachweisen, die die Wahrscheinlichkeit dieser Krebserkrankung erhöhen.

Vorsorge gegen Brustkrebs bei Frauen ab 20 ratsam

Die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken, ist auch eine Frage des Alters. Dabei ist das Risiko nicht immer gleich hoch. Allgemein steigt das Risiko mit zunehmendem Alter. Statistisch gesehen erkranken derzeit nahezu 58.000 pro Jahr neu an Brustkrebs. Dabei sind junge Frauen eher selten betroffen. Ab dem 40. und 50. Lebensjahr steigt die Gefahr allerdings. Das Wissen kann helfen, das Risiko zu minimieren, denn so können die verschiedenen Vorsorgeuntersuchungen entsprechend gewichtet werden. Auch die Krankenkassen berücksichtigen das Lebensalter bei den Vorsorgeuntersuchungen und raten zu den verschiedenen Verfahren. Die Kosten für die gängigen Methoden werden für gewöhnlich von den Krankenkassen übernommen.

Risikofaktoren bei der Vorsorge gegen Brustkrebs berücksichtigen

Das Alter ist nur ein Faktor bei der Risikobewertung. Selbst wenn junge Frauen eher selten an Brustkrebs erkranken, sobald zusätzliche Verstärker vorliegen, steigt das Risiko deutlich an. Dazu gehören:

  • Übergewicht
  • Rauchen
  • Langjährige Einnahme der Pille
  • Später Wachstumsschub
  • Spätes Einsetzen der Wechseljahre
  • Keine oder späte Geburten

Brustkrebsvorsorge bei Frauen zwischen 20 und 29 Jahren

Auch wenn die Wahrscheinlichkeit einer Brustkrebserkrankung in diesem Alter sehr gering ist, sollten Frauen ihre Brust regelmäßig selbst abtasten. Von einer Mammografie in diesem Alter wird abgeraten. Bei Verdacht kann eine Ultraschalluntersuchung sinnvoll sein. Das gilt für alle Frauen, die nicht als besonders gefährdet eingestuft werden. Im Rahmen der jährlichen gynäkologischen Untersuchung fragt der Arzt auch nach Krankheiten in der Familie. Sollten Brustkrebserkrankungen auftreten, wird er die Untersuchung der Brust mit einbeziehen.

Brustkrebsvorsorge bei Frauen zwischen 30 und 39 Jahren

Ab dem 30. Lebensjahr zahlt die Krankenkasse einmal im Jahr die Untersuchung der Brust durch den Frauenarzt. Sollten keine weiteren Auffälligkeiten auftreten, genügt diese Untersuchung, wenn Sie sich auch regelmäßig selbst abtasten. Bei Veränderungen wird der Arzt entscheiden, ob eine Mammografie oder eine Ultraschalluntersuchung erfolgen sollten.

Vorsorgeuntersuchungen zwischen 40 und 49 Jahren

Ab dem 40. Lebensjahr steigt das Risiko einer Brustkrebserkrankung. Mit einem Brustkrebsscreening soll vor allem eine frühe Diagnose möglich sein. Als Basis für die Empfehlung gilt, dass im Rahmen der Untersuchungen eine hohe Anzahl von Zufallsbefunden festgestellt werden. Dabei handelt es sich vor allem um Brustkrebsformen, die heilbar sind, wenn sie im frühen Stadium behandelt werden. Der Arzt tastet die Brust einmal jährlich ab. Bei einem Befund wird er eine Mammografie anordnen. Auch eine Magnetresonanztomografie kann bei Auffälligkeiten Klarheit bringen.

Vorsorgeuntersuchungen zwischen 50 und 69 Jahren

Die selbstständig durchgeführte Tastuntersuchung sollte auch in dieser Lebensphase selbstverständlich sein. Auch die jährliche Untersuchung durch den Arzt ist wichtig und wird weiterhin von der Krankenkasse finanziert. Bei Auffälligkeiten empfiehlt der Arzt eine Mammografie. In dieser Altersklasse kann auch eine Röntgenaufnahme sinnvoll sein. Dabei handelt es sich aber um Einzelfallentscheidungen, die von vielen Faktoren abhängig sind.

In dieser Altersklasse erhalten Sie alle zwei Jahre einen Brief mit der Einladung zu einem Mammografie-Screening. Dabei handelt es sich um ein freiwilliges Angebot. Mit dieser Einladung erhalten Sie außerdem Adressen, an die Sie sich zur Vereinbarung eines Termins wenden können. Wenn Sie in dieser Altersklasse sind und noch keine Einladung erhalten haben, aber eine Mammografie wünschen, haben Sie das Recht, einen solchen Termin zu vereinbaren, ohne dass Ihnen Kosten entstehen. Es muss auch kein konkreter Verdacht bestehen. Die Kosten trägt die Krankenkasse. Das Abtasten der Brust wird ebenfalls weiter von den Krankenkassen übernommen.

Vorsorge im fortgeschrittenen Alter

Wenn Sie über 70 Jahre alt sind, sind Sie nicht von den Verfahren zur Vorsorge gegen Brustkrebs ausgeschlossen. Weiterhin übernimmt die Krankenkasse die jährliche Tastuntersuchung durch den Gynäkologen. Auch die Untersuchung mittels Mammografie steht Ihnen zur Verfügung, ohne dass ein konkreter Verdacht vorliegen muss.

Vorsorge bei erblicher Vorbelastung

Gibt es eine familiäre Häufung von Brustkrebs, ist das für Frauen besonders belastend. Um der Angst zu begegnen, kann im Rahmen der Brustkrebsvorsorge auch ein Gentest angezeigt sein. Anhand eines solchen Tests lässt sich die Wahrscheinlichkeit einer Brustkrebserkrankung nachweisen. Ein positives Ergebnis bedeutet nicht zwingend, dass eine Krebserkrankung auftreten wird. Sie kann aber ein wertvoller Tipp sein, die Vorsorge gegen Brustkrebs zu intensivieren. Die möglichen Untersuchungsverfahren werden von den Krankenkassen übernommen und sind abhängig von der persönlichen Risikobewertung. Besteht ein solches Risiko, werden nicht nur weitgehende Untersuchungen übernommen, sondern auch die Abstände zwischen den Verfahren verkürzt.

Untersuchungsmethoden bei der Brustkrebsvorsorge

Es gibt zahlreiche Verfahren, die bei der Vorsorge gegen Brustkrebs zum Einsatz kommen.

Selbstuntersuchung der Brust

Zunächst sollten Sie sich die Brust genau anschauen. Heben Sie die Arme über den Kopf und betrachten Sie die Brust. Achten Sie auf Unregelmäßigkeiten in Form und Größe. Schauen Sie sich außerdem die Haut an und überprüfen Sie, ob hier Veränderungen vorliegen. Einbuchtungen in der Haut und Veränderungen der Brustwarzen sind ebenfalls Beobachtungen, die Sie dem Arzt mitteilen sollten.

Danach folgt das Abtasten. Teilen Sie dazu die Brust gedanklich in vier Viertel. Heben Sie dann einen Arm über den Kopf. Nehmen Sie die andere Hand und streichen Sie jedes Viertel einzeln mit drei Fingern ab, wobei Sie ihre Hand im Uhrzeigersinn bewegen. Verschieben Sie dabei nicht nur die Haut, sondern üben Sie ausreichend Druck aus, um mögliche Veränderungen des Gewebes ertasten zu können. Sie können das Abtasten auch im Liegen durchführen. Tasten Sie auch Ihre Achselhöhlen auf Veränderungen des Gewebes ab.

Mammografie

Die Mammografie gehört zu den Röntgenuntersuchungen. Sie hat den Vorteil, dass sie schon kleine Veränderungen erfasst, die nicht tastbar sind. Damit ist die Mammografie ein wichtiges Verfahren zur Brustkrebsvorsorge. Auch hier gilt: Nicht jede Veränderung ist ein Hinweis auf eine Tumorerkrankungen. Sie können aber ein Signal für Umbauprozesse im Brustgewebe sein, die ihrerseits in eine Krebserkrankung führen können. Bei der Mammografie wird die Brust zwischen zwei Plexiglasscheiben gepresst, damit das Gewebe möglichst gut durchleuchtet werden kann.

Mammografie-Screening

Das Mammografie-Screening ist ein Programm zur Früherkennung von Brustkrebs. Es wurde im Jahr 2002 beschlossen und soll die Sterblichkeit durch Brustkrebs herabsetzen. Ziel war aber nicht nur, möglichst viele Frauen ab dem 50. Lebensjahr im Abstand von zwei Jahren einer Mammografie zu unterziehen, sondern auch, dass diese Untersuchung durch besonders geschulte Ärzte durchgeführt werden soll. Das dient dem Ziel, die Zahl der Fehldiagnosen zu reduzieren, die Frauen unnötig beunruhigt.

Die Ultraschalluntersuchung

Eine Ultraschalluntersuchung der Brust kann vor allem bei jungen Frauen sinnvoll sein, wenn sich Auffälligkeiten im Brustgewebe zeigen. Bei Frauen unter 30 Jahren ist das Gewebe noch so dicht, dass die Mammografie keinen sicheren Aufschluss gibt. Eine Ultraschalluntersuchung ist dann deutlich hilfreicher.

Galaktografie für eine Brustkrebsdiagnose

Bei der Galaktografie werden die Milchgänge der Brust mittels Röntgenstrahlen untersucht. Es kommt zum Einsatz, wenn die Brustwarzen Flüssigkeit abgeben. Mögliche Ursache kann ein Karzinom in den Milchgängen sein. Es kann sich aber auch um eine gutartige Wucherung handeln.

Kernspinntomografie zur Untersuchung

Die Kernspinntomografie ist ein anderes Wort für Magnetresonanztomografie (MRT). Das Verfahren erlaubt, die verschiedenen Schichten längs oder quer darzustellen. Die Darstellung ist durch ein starkes Magnetfeld möglich. Es dient weniger der Prävention, sondern der Abschätzung, wie groß ein Tumor ist und wo er sich genau befindet. Auch beim MRT gilt, dass die Ergebnisse nicht zwingend auf einen Tumor hinweisen müssen.

Die Thermografie zur Brustkrebsvorsorge

Die Thermografie, auch Infrarotanalytik genannt, ist ein Verfahren, das bereits seit 40 Jahren zum Einsatz kommt. Einfach ausgedrückt handelt es sich dabei um eine Wärmebildkamera. Dabei wird die Brust mit einer Infrarotkamera untersucht. Ein darauf spezialisiertes Institut wertet die Ergebnisse schließlich aus. Das Verfahren ist ungefährlich. Als Alternative zur Mammografie dient sie allerdings nicht, denn sie beruht auf der Annahme, dass Tumore einen anderen Stoffwechsel haben, als das umliegende Gewebe und damit mehr Wärme abstrahlen. Experten äußern sich daher immer wieder kritisch zu diesem Verfahren.

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