Brustkrebs - Frau mit rosa Schleife

Brustkrebs erkennen – Wissenswertes zur Früherkennung

Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Wird er im frühen Stadium erkannt, sind die Chancen auf Heilung gut. Daher ist die Früherkennung von großer Bedeutung, ganz besonders wenn es in Ihrer Familie Risikofaktoren gibt, die die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung erhöhen. Zu den möglichen Risiken gehören:

  • Rauchen
  • Langjährige hormonelle Empfängnisverhütung
  • Alkohol
  • Brustkrebserkrankungen in der Familie
  • Kinderlosigkeit

Ihr Alter spielt bei den Risikofaktoren eher eine untergeordnete Rolle. Während früher vor allem davon ausgegangen wurde, dass Brustkrebs Frauen über 50 trifft, ist heute die Hälfte der Patientinnen deutlich jünger.

Selbstuntersuchung bei Brustkrebs

Die Selbstuntersuchung Ihrer Brust ist ein wichtiger Bestandteil der Vorsorge, denn 80% der Tumore werden von den Frauen selbst ertastet. Tasten Sie sich ein- bis zweimal im Monat, möglichst immer zum gleichen Zeitpunkt im Zyklus selbst ab. Ein guter Zeitpunkt sind z. B. die ersten Tage nach der Menstruation.

Das Abtasten ist unkompliziert und schmerzlos. Sie können es im Sitzen, im Stehen und im Liegen durchführen. Das Abtasten ist besonders aussagekräftig, wenn Sie beide Hände benutzen, denn so gelingt es leichter, die Brust und ihre verschiedenen Schichten zu untersuchen. Legen Sie drei Finger beider Hände übereinander und tasten Sie die Brust in kreisenden Bewegungen ab. Dabei ist es wichtig, die Haut zu verschieben und nicht etwa, darüber zu streichen. 85% der so entdeckten Knoten sind harmlos und z. B. die Ursachen von Bindegewebsveränderungen oder Zysten. Der Arzt kann also in den allermeisten Fällen schnell Entwarnung geben. Wenn Sie Verhärtungen entdecken, sprechen Sie aber in jedem Fall mit Ihrem Arzt.

Untersuchungsmethoden beim Arzt

Ab einem Alter von 30 Jahren steht Ihnen eine Tastuntersuchung durch den Arzt im Rahmen der gesetzlichen Krebsvorsorgeprogramme zu. Dabei werden die Brust und die Achselhöhlen abgetastet. Der Arzt fragt außerdem, ob es Auffälligkeiten gibt und ob in der Familie erbliche Vorbelastungen bestehen. Eine weitere häufig eingesetzte Untersuchung ist die Mammographie.

Mammographie beim Frauenarzt

Die Mammographie ist ein spezielles Untersuchungsverfahren mittels Röntgenstrahlen. Bei dieser Untersuchung werden veränderte Zellen ab einer Größe von 2mm sichtbar. In dieser Größe sind sie noch nicht tastbar. Tastbare Veränderungen oder andere äußere Merkmale können ein Hinweis darauf sein, dass der Krebs schon weiter fortgeschritten ist, falls es sich um Krebs handelt.

So wird die Mammographie durchgeführt

Bei der Mammographie wird das Gewebe zwischen zwei Plexiglasscheiben gepresst. Dadurch lässt es sich mit geringer Strahlungsbelastung durchleuchten. Das Verfahren kann unangenehm und auch schmerzhaft sein. Bei vielen Frauen ist die Brust in der ersten Zyklushälfte weniger empfindlich. Wenn es möglich ist, können Sie das bei der Terminplanung berücksichtigen.

Kritik an der Mammographie

Die Mammographie wird nicht unkritisch gesehen. Es hat sich gezeigt, dass nicht alle mit der Mammographie entdeckten Tumore tatsächlich behandlungsbedürftig sind. Kritiker merken an, dass möglicherweise unnötig Ängste geschürt werden. Auch von einer „Übertherapie“ ist in diesem Zusammenhang die Rede. Sie müssen daher selbst entscheiden, ob Sie an den Vorsorgeprogrammen teilnehmen wollen. Bestehen die genannten Risikofaktoren, spricht das sicher für eine Mammographie.

Mammographie-Screening

Das Mammographie-Screening ist für Frauen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr vorgesehen und soll flächendeckend eine bestmögliche Vorsorge garantieren. Um das zu gewährleisten, werden die Frauen dieses Lebensalters im Abstand von zwei Jahren zu einer routinemäßigen Mammographie eingeladen. Verpflichtend ist die Untersuchung nicht, die Kosten übernimmt zudem die Krankenkasse.

Ultraschalluntersuchung zur Vorsorge

Auch die Ultraschalluntersuchung wird zur Vorsorge herangezogen. Die Untersuchung wird vor allem bei jüngeren Frauen durchgeführt, denn ihr Drüsengewebe ist so dicht, dass die Mammographie u. U. nicht ausreicht. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei einer Ultraschalluntersuchung möglicherweise vorhandene Zysten von Krebszellen unterschieden werden können. Die Kosten für die Ultraschalluntersuchung müssen Sie allerdings selbst zahlen. Eine Ausnahme besteht, wenn es aufgrund unklarer anderer Untersuchungen erforderlich erscheint, die Brust mit Ultraschall zu untersuchen.

Die Biopsie für die Diagnose

Eine Biopsie ist ein Untersuchungsverfahren, bei dem eine Gewebeprobe dort entnommen wird, wo sich der Tumor befindet. Bis zu diesem Zeitpunkt ist für gewöhnlich nicht sicher, ob es sich um eine gutartige oder bösartige Veränderung handelt. Eine Biopsie bringt endgültige Klarheit. Dafür stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Wird eine größere Probe entnommen, erfolgt der Eingriff unter Vollnarkose. Alternativ kann über eine Nadel eine kleinere Gewebeprobe unter lokaler Betäubung entnommen werden, wenn der Arzt der Einschätzung ist, dass die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Ziel ist:

  • eine gesicherte Diagnose
  • eine schnelle Diagnose
  • ein schonendes Verfahren

Es ist außerdem möglich, an der Stelle, an der die Probe entnommen wurde, einen Clip aus chirurgischem Stahl zu platzieren. Das erleichtert das Wiederfinden der genauen Position für weitere Untersuchungsverfahren.

Typische Symptome bei Brustkrebs

Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto höher die Chance, dass die Behandlung rechtzeitig erfolgt. Viele Symptome können Sie auch selbst an sich feststellen. Treten diese Anzeichen auf, bedeutet das nicht zwingend, dass Sie an Krebs erkrankt sind. Es ist lediglich ein wichtiger Grund, einen Arzt zur Abklärung hinzuzuziehen. Es kann sich auch um Hinweise auf eine andere Erkrankung handeln, die weniger gefährlich ist, aber dennoch behandelt werden sollte. Diese Anzeichen sind:

  • tastbare Knoten
  • allgemeine Schwäche
  • Spannungsgefühl in der Brust

Der Arztbesuch empfiehlt sich für Sie auch dann, wenn nur eines der Anzeichen erkennbar ist. Liegt eine Brustkrebserkrankung vor und ist sie bereits weiter fortgeschritten, können weitere Symptome auftreten, möglicherweise ausgelöst durch Metastasen. Dazu gehören:

  • Knochenschmerzen
  • Nachtschweiß
  • starker Gewichtsverlust
  • Probleme mit der Atmung

Sichtbare Veränderungen der Brust bei Verdacht auf Brustkrebs

Veränderungen bei Brustkrebs können subjektive Empfindungen sein, aber auch sichtbare Veränderungen. Dazu zählen:

  • Haut der Brust wird großporig
  • Hautrötungen, die von Dauer sind
  • Form der Brust verändert sich
  • Größe der Brust nimmt zu
  • Dellen in der Haut sichtbar
  • Flüssigkeit tritt aus der Brustwarze aus

Bei Metastasenbildung ist außerdem die Umgebung betroffen. Metastasen sind Tochtertumore, die weitere Organe und Lymphknoten betreffen können. Dazu gehören auch Schwellungen in den Achselhöhlen. Diese Anzeichen sind ebenfalls kein sicheres Indiz für eine Krebserkrankung. Auch bei Infektionskrankheiten, die z. B. noch keine weiteren Symptome zeigen, kommen Schwellungen der Lymphknoten vor.

Das Risiko einer Brustkrebserkrankung sollten Sie zwar ernstnehmen, sich davon aber im Alltag nicht beeinflussen lassen. Die Chancen auf eine Heilung sind bei einer Früherkennung sehr gut. Es besteht auch kein Grund für Angst, wenn Sie bei regelmäßiger Selbstuntersuchung Verhärtungen ertasten. Sie können auch bei gesunden Frauen immer mal wieder vorkommen. Der Arzt wird in den meisten Fällen Entwarnung geben.

IDEAL Krebsversicherung: Mann mit Kissen
Krebsversicherung
  • Absicherung bis zu 150.000 €
  • Einfache Gesundheitsprüfung
  • Fast alle schweren Krebsarten abgedeckt

Beitrag
berechnen
Produkt
infos

*Mindestbeitrag