Brustkrebs - Frau untersucht ihre Brust

Brustkrebs: Durch Früherkennung 90 Prozent Heilungschance

Jede fünfte Frau erleidet einen Rückfall

Brustkrebs zählt zu den gefährlichsten Frauenkrankheiten und jährlich kommen zwischen 60.000 und 70.000 Neuerkrankungen hinzu. Darunter fällt auch das traurige Schicksal der Moderatorin Miriam Pielhau, die im Jahre 2008 die Diagnose Brustkrebs bekam. Zwar teilte sie der Öffentlichkeit mit, den Krebs besiegt zu haben und brachte 2012 eine gesunde Tochter zur Welt, doch trotz Chemotherapie und Bestrahlung erlag die erst 41-Jährige nach einem Rückfall im Jahre 2014 am 12. Juli 2016 ihrem Krebsleiden. Wird das sogenannte Mammakarzinom früh genug erkannt, liegt die Heilungschance zwischen 80 und 90 Prozent und dennoch erleidet rund jede fünfte Frau einen Rückfall.

Rund jede zehnte Frau erhält einmal im Laufe ihres Lebens die Diagnose: Brustkrebs. Jährlich sterben zwischen 17.000 und 19.000 Patientinnen an der Krebserkrankung und ungefähr drei von zehn Frauen sind bei der Diagnose jünger als 55 Jahre. Dennoch lassen sich trotz dieser hohen Zahlen positive Entwicklungen im Bereich der Heilungschancen und der Therapiemethoden verzeichnen. Wird das Mammakarzinom frühzeitig erkannt, besteht eine Heilungswahrscheinlichkeit zwischen 80 und 90 Prozent und auch die operativen Eingriffe sind so schonend geworden, dass es in 70 Prozent der Fälle möglich ist, die Brust zu erhalten und eine Amputation zu verhindern.

Risiko: Zu Beginn beschwerdefrei

Selbst wenn sich eine (junge) Frau vollkommen gesund fühlt, lässt sich eine Brustkrebserkrankung nicht ausschließen. Umso wichtiger ist es, sich möglicher Symptome bewusst zu werden und sich das Abtasten der Brust in regelmäßigen Abständen selbst anzueignen. Fallen dabei Knoten, Verhärtungen oder Verdichtungen im Brust- oder Achselhöhlenbereich auf, sollte schleunigst der Frauenarzt aufgesucht werden. Auch plötzliche Verformungen oder Größenunterschiede, Veränderungen der Brustwarzen oder Absonderungen aus der Brustwarze können Anzeichen eines Mammakarzinoms sein.

Vorsicht: Genetisch vorbelastet

Noch regelmäßiger sollten sich Frauen untersuchen lassen, die durch ihren engsten Familienkreis oder aufgrund der Lebensverhältnisse gefährdeter sind. Generell lässt sich sagen, dass Frauen, die älter sind als 50 Jahre, Kinderlose oder spät Gebärende, Frauen die ihre Regelblutung sehr früh bekommen haben und späte Wechseljahre die Gefahr erhöhen, an Brustkrebs zu erkranken. Außerdem erhöhen zwei Gene das Risiko: BRCA1 und BRCA2. Allerdings sind diese eher selten. Wichtige Symptome oder ‚Anhaltspunkte‘ sind dabei: Der Brustkrebs ist bei Familienmitgliedern beidseitig und vor dem 50. Lebensjahr aufgetreten.

Früherkennung: Tasten und Screening

Ab dem 30. Lebensjahr tragen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten einer jährlichen Tastuntersuchung bei der Gynäkologin. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren steht zudem alle zwei Jahre ein Mammografie-Screening (Röntgenuntersuchung) zu, bei dem zwischen 75 und 80 Prozent der Mammakarzinome entdeckt werden. Besteht bei jüngeren Frauen, die unter 50 sind ein Brustkrebsverdacht, fallen das Screening und zusätzliche Untersuchungen wie Ultraschall oder die Magnetresonanztomografie ebenfalls in die kassenärztliche Leistung.

Kann man vorbeugen?

Generell kann jede Person – und somit auch eine männliche – an Brustkrebs erkranken. Im Jahre 2012 sind laut deutschem Krebsregister 620 Neuerkrankungen bei Männern festgestellt worden und 150 sind daran gestorben. Da Mammakarzinome bei männlichen Personen nur sehr selten vorkommen, werden diese leider meist viel zu spät entdeckt. Vorbeugen können Frauen sowie Männer gleichermaßen mit einer ausgewogenen Ernährung, regelmäßiger Bewegung und der Vermeidung von Übergewicht. Den wichtigsten Schutz bietet aber nach wie vor das regelmäßige Abtasten der Brust, das sich jede Frau mithilfe des Frauenarztes ganz einfach aneignen kann. Männer sollten den Hausarzt gezielt auf das Risiko ansprechen, denn eine offizielle Vorsorgeuntersuchung oder Einweisungen für das Abtasten der Brust gehören bei ihnen leider nicht zur gesetzlichen Krankenkassenleistung. Hinzu kommt, dass der Tumor meist nur über eine Biopsie (Gewebeprobe) festgestellt werden kann, da das Gewebe bei Männern wesentlich dichter ist, als bei Frauen. Dennoch gibt es eine letzte und ebenso wichtige Vorkehrungsmaßnahme, um die sich beide Geschlechter kümmern sollten: Die finanzielle Vorsorge, um im Ernstfall sich selbst und die engsten Familienmitglieder abgesichert zu haben.

Titelbild: © underdogstudios

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