Bronzestatur von Justizia

Braucht man eine Rechtsschutzversicherung?

Alle anderen trifft es – nur mich eben nicht? Falsch gedacht! Denn eines wird sich im Leben nicht ändern: Die meisten Dinge geschehen unerwartet. Oft reichen kleine Meinungsverschiedenheiten aus, um einen handfesten Rechtsstreit zu entzünden. Sei es eine Auseinandersetzung mit dem Arbeitgeber um den Urlaubsanspruch, eine Uneinigkeit um das Erbe der Eltern oder einen Streit mit dem Nachbarn über die Höhe der Gartenhecke. Dinge, die der Klärung bedürfen – und wenn es sein muss, vor Gericht. Doch ein Rechtsstreit kostet die beteiligten Parteien nicht nur Nerven, sondern auch richtig viel Geld. Helfen kann eine Rechtsschutzversicherung. Doch braucht man die wirklich?

Inhalt

Wo beginnt ein Rechtsstreit?

Rein rechtlich müssen bei einem Rechtsstreit zwei oder mehr Parteien in einem gerichtlichen Verfahren ihre Interessen gegeneinander vertreten. Umgangssprachlich beginnt ein Rechtsstreit für die meisten Menschen jedoch bereits vor der gerichtlichen Auseinandersetzung. Denn das Kontaktieren eines Anwalts ist in den meisten Fällen der erste Schritt, bevor sie den Gang vor Gericht wagen.

Wie hoch sind die Kosten für einen Rechtsstreit?

Die Kosten für einen Rechtsstreit werden von vielen stark unterschätzt. Im Jahr 2015 hat der GDV mit dem Forsa-Institut eine Umfrage zur „Einschätzungen der Kosten eines Rechtsstreits“ durchgeführt. Das Ergebnis ist erstaunlich: Ganze 77 Prozent der Befragten unterschätzten die Kosten eines Rechtsstreites enorm. Zudem würden 46 Prozent der Teilnehmer wegen der Kosten eher auf eine Klage verzichten anstatt ihr eigenes Recht durchzusetzen. Doch wie hoch sind die Kosten für einen Rechtsstreit eigentlich?

1. Streitwertabhängige Verfahren

Bei den meisten zivilrechtlichen Verfahren hängt die Höhe der Kosten vom Streitwert des Verfahrens ab. Dabei handelt es sich um den Wert, um den vor Gericht verhandelt wird. Fordert die Gegenseite beispielsweise 2.500 Euro für einen Sachschaden an einem Auto, ist diese Forderung gleich dem Streitwert des Verfahrens. Die Höhe des Streitwertes ist dann auch ausschlaggebend für die Kosten des Prozesses.

Diese setzen sich zumeist aus Kosten für den Rechtsanwalt sowie den Gerichtskosten zusammen. Je höher also der Streitwert, desto größer das Kostenrisiko und die Gebühren für den Rechtsanwalt. Hinzu können natürlich noch außergerichtliche Kosten für Gutachter, Sachverständige oder Zeugen kommen. Um die ungefähre Höhe eines Prozesses im Vorhinein abschätzen zu können, bietet der Deutsche Anwaltverein einen Prozesskostenrechner an.

2. Streitwertunabhängige Verfahren

In manchen Fällen sind die Gebühren für den Prozess jedoch streitwertunabhängig. Dies ist zum Beispiel bei einer Strafverteidigung der Fall. Dann regeln so genannte Rahmengebühren die Höhe der Prozesskosten. Neben normalen anwaltlichen Termingebühren können hier auch einzelne Zusatzgebühren anfallen.

Wo erhalte ich im Streitfall finanzielle Unterstützung?

Keine Frage: Ein Gerichtsverfahren verursacht hohe Kosten. Schnell kommen vier- bis fünfstellige Summen zusammen, die es zu bezahlen gilt. Verliert man den Rechtsstreit, kommen in der Regel auch die Kosten der Gegenseite noch hinzu. Woher das Geld nehmen? Zwar steht Geringverdienern die Möglichkeit offen, Prozesskosten- oder Beratungshilfe zu beantragen, jedoch decken auch die aus den staatlichen Geldern bezogenen Leistungen nicht alle Kosten. Wird eine solche staatliche Unterstützung abgelehnt, muss man für die Kosten selbst aufkommen. Nicht selten bleibt also eine der Prozessparteien auf den Kosten sitzen.

Was leistet eine Rechtsschutzversicherung?

Um die Kostendeckung nach einer Verhandlung zu sichern, bietet sich eine Rechtsschutzversicherung an. Eine solche Versicherung, wie beispielsweise die IDEAL RechtSchutz, deckt bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung das Kostenrisiko ab und übernimmt beispielsweise Anwaltsgebühren, Gerichtskosten, Zeugengelder oder auch im Fall des Prozessverlusts die Kosten des Gegners. Doch aufgepasst: In manchen Fällen zahlt die Versicherung nicht. Insbesondere dann, wenn die Konflikte bereits vor Abschluss bestanden haben oder die Straftaten vorsätzlich geschahen. Auch Scheidungen und Immobilienkauf, -bau und -verkauf sind nur selten mit abgesichert.

Wer braucht eine Rechtsschutzversicherung?

Also braucht man solch eine Versicherung überhaupt nicht? Bedenkt man, dass laut GDV-Umfrage 57 Prozent der Befragten angaben, bereits einmal oder mehrmals einen Anwalt konsultiert zu haben, kann eine Kostenabdeckung sinnvoll sein. Grundsätzlich sollte man sich – wie bei jeder Versicherung – die Frage stellen, ob man in der Lage ist, das finanzielle Risiko selbst zu tragen. Können Anwalts- und Gerichtskosten auch ohne Versicherung problemlos bezahlt werden?

Geht’s auch anders?

Natürlich. Jedoch sind dafür beide Streitparteien in der Pflicht. Denn eine Devise lautet: Reden ist Gold wert. Und das vor allem dann, wenn es um eine Meinungsverschiedenheit geht. Nicht alle Streitigkeiten müssen vor Gericht geklärt werden. Eine Mediation, das heißt eine außergerichtliche Konfliktlösung, kann genauso wie ein Gericht den Streit mit Auflagen beilegen. Auch hier kommen manche Versicherungen wie die IDEAL RechtSchutz für die Kosten auf. Besonders bei nahestehenden Personen oder persönlichen Streitigkeiten unter Geschwistern kann eine Mediation für eine friedliche Einigung sorgen. In unserem Artikel „Was ist Mediation?“ erfahren Sie mehr zum Thema.

Titelbild: © Rcfotostock

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