lächelnde Blutspender im Liegen

Blut spenden – Mit einem Stich Leben retten

47 Prozent der Deutschen haben schon einmal Blut gespendet. Dabei liegen Männer mit einem Anteil von 52 Prozent leicht vorn, bei den Frauen sind es 43 Prozent. Damit retten sie potenziell Leben – denn Blutspenden werden weltweit dringend benötigt. Warum sie so wichtig ist und wie eine Blutspende funktioniert, verraten wir im Folgenden.

Was bedeutet Blutspende?

Bei der Blutspende ist der Name Programm: Der Blutspender lässt sich freiwillig Blut abnehmen. Dieses kann nach der Spende bei verschiedenen medizinischen Prozeduren zum Einsatz kommen. Zum Beispiel bei einer Bluttransfusion, bei der das Blut einem anderen Menschen zugeführt wird. Es ist auch möglich, das so gespendete Blut zu Medikamenten weiterzuverarbeiten.

Warum ist Blutspende wichtig?

Die Bedeutung von Blut ist der Menschheit bereits seit Jahrhunderten bekannt. Die erste bekannte Blut-Transfusion ließ allerdings zu wünschen übrig. Im Jahr 1492 lag Papst Innozenz VIII. im Sterben und ließ sich Blut von drei Zehnjährigen geben. Dieses sollte ihn verjüngen. In der Folge starben alle vier Teilnehmer dieses Experiments.

Heutzutage stehen Krebspatienten an erster Stelle in der Liste für Blutbedarf. Danach folgen Patienten mit Herzerkrankungen und Herz-Operationen. Patienten mit Magen-/Darmerkrankungen stellen 19 Prozent des Bedarfs, Unfallopfer 15 Prozent. Blutspenden sind vor allem darum wichtig, weil es sonst zu Engpässen mit der Blutversorgung kommt. Hier stehen Menschenleben auf dem Spiel. Besonders wichtig ist das für die seltenen Blutgruppen. Knapp 15.000 Blutspenden werden täglich deutschlandweit benötigt.

Wer darf Blut spenden?

Laut blutspenden.de dürfen alle Personen, die gesund und fit sind, Blut spenden. Das umfasst auch, dass sie kein erhöhtes Risiko für bestimmte Infektionskrankheiten haben dürfen. Zudem müssen sie das 18. Lebensjahr überschritten haben. Ab der Volljährigkeit sind regelmäßige Blutspenden bis zum 68. Lebensjahr erlaubt. Damit der Körper den Blutverlust gut verarbeiten kann, ist zudem ein Körpergewicht von mindestens 50 Kilogramm notwendig. Wichtig zu beachten: Wenn Sie regelmäßig Blut spenden, sind gewisse Abstände zwischen den Spenden einzuhalten. Die Details auf einen Blick:

  • Frauen dürfen viermal im Jahr Vollblut spenden, Männer sechsmal. Das liegt daran, dass Frauen bei der Menstruation ebenfalls Blut verlieren.
  • Es müssen mindestens acht Wochen zwischen zwei Vollblutspenden liegen.
  • Die Blutspende ist zwischen dem 18. und dem 68. Lebensjahr möglich.
  • Sie müssen mindestens 50 Kilogramm wiegen.
  • Die Blutgruppe spielt bei der Zulassung zur Blutspende keine Rolle.

IDEAL KrankFallSchutz - Auf jeden Fall vorbereitet.

Ablauf der Blutspende

Um Blut spenden zu können, muss feststehen, dass Sie dabei keine Krankheiten übertragen und den Blutverlust gut verkraften.

Vor der Blutspende

Zunächst einmal müssen Sie sich, wenn Sie Blut spenden wollen, anmelden. Dabei werden Ihre persönlichen Daten aufgenommen. Das funktioniert entweder anhand des Personalausweises oder Blutspendeausweises, den Sie nach Ihrer erste Blutspende erhalten. Damit Sie Blut spenden können, ist zunächst eine ärztliche Untersuchung notwendig. Hier misst der Arzt Blutdruck, Puls, Körpertemperatur und Ihren Hämoglobinwert. Dieser muss bei Männern mindestens 13,5 Gramm pro Deziliter betragen, bei Frauen sind es 12,5 Gramm pro Deziliter. Diese Werte sind notwendig, damit der Körper die Blutabnahme gut bewältigen kann.

Abgesehen davon müssen Sie einen Blutspende-Fragebogen ausfüllen, der unter anderem frühere Erkrankungen, Medikamenten-Einnahme und Impfungen abfragt. Zudem erfolgt eine Bestimmung der Blutgruppe, sofern es sich um Ihre erste Blutabnahme handelt.

Während der Blutabnahme

Die Prozedur an sich dauert nicht lang. Je nach Spendeneinrichtung nehmen Sie auf einer Liege oder in einem Liegestuhl Platz. Eine medizinische Fachkraft desinfiziert die Stelle, an der der Einstich erfolgen soll. Meistens ist es die Armbeuge. Außerdem legt sie die Kanüle, über die das Blut entnommen wird. Danach dauert es etwa zehn bis 15 Minuten, bis die Blutkonserve – ein Beutel, in den das Blut fließt – 500 Milliliter Blut enthält.

Nach der Blutabnahme

Anschließend entfernt eine Fachkraft die Nadel und versorgt die Einstichstelle. Die Blutspende-Menge ist vergleichsweise gering, allerdings muss sich der Körper dennoch auf den Blutverlust einstellen. Hierzu stellen die meisten Einrichtungen spezielle Ruhebereiche zur Verfügung, in dem Sie sich ein wenig entspannen können. Während dieser Zeit sollten Sie fest auf die Einstichstelle drücken, damit sich keine blauen Flecken bilden. Es ist möglich, dass Sie auch mit Nahrung und etwas zu trinken versorgt werden. Flüssigkeit hilft dem Körper dabei, den Blutverlust schneller auszugleichen. Auf Sport oder andere körperlich anstrengende Tätigkeiten sollten Sie nach der Spende für etwa 12 Stunden verzichten. Ein Schwächeanfall könnte sonst die Folge sein.

Welche Risiken gibt es?

Normalerweise verkraften Sie eine Blut- oder Plasmaspende ohne Komplikationen. Seit den ersten Bluttransfusionen ist die Medizin weit gekommen. Häufig tritt an der Einstichstelle ein blauer Fleck auf, allerdings kann es dort auch zu Schmerzen oder lokalen Entzündungen kommen. Weiterhin können Sie Kreislaufprobleme erleiden. Zum Beispiel, wenn Sie vor der Spende zu wenig trinken oder essen. Diese Kreislaufprobleme können zwischen leichtem Schwindel und der Bewusstlosigkeit schwanken. Weil bei der Plasmaspende gerinnungshemmende Mittel verwendet werden, können Sie daraufhin ein leichtes Kribbeln der Finger, Zehen, Zunge oder im Mund erleben.

In sehr seltenen Fällen kommt es auch zum Schock oder zu einer Schädigung der Hautnerven an der Einstichstelle. Solche Folgen sind extrem selten, können aber nicht zu 100 Prozent ausgeschlossen werden.

Wo kann ich Blut spenden?

Die Blutversorgung innerhalb Deutschlands fällt hauptsächlich dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) zu. Insgesamt deckt das DRK etwa 70 Prozent des Bedarfs an Blutspenden ab. Dazu gibt es sechs regional tätige Blutspendedienste, die die Blutspendetermine organisieren und sowohl für Krankenhäuser als auch Praxen in der Region Blutpräparate herstellen. Abseits davon bieten auch zahlreiche Unikliniken und Krankenhäuser die Blutspende an, da sie ebenfalls ein Interesse daran haben, den Bedarf ihrer Patienten zu decken. Der dritte Faktor sind private Blutspendedienste, die sich auch auf die Versorgung von Blut und Blutbestandteilen spezialisiert haben. Größere Unternehmen können zudem mobile Blutspendeeinheiten bereitstellen, die vorbeikommen und das Blutspenden im Arbeitsalltag ermöglichen. Blutspendedienste in Ihrer Nähe findet man auf der Webseite von blutspende.de.

Titelbild: © Wavebreakmedia/ iStock.com

IDEAL KrankFallSchutz: Frau und Mann beim Wandern
KrankFallSchutz
  • Konstante Beiträge
  • Keine Gesundheitsfragen
  • Lebenslange Versicherungsdauer

Produkt infos

*IDEAL KrankFallSchutz, Eintrittsalter 50 Jahre, Versicherungssumme 50.000 €