Schachbrett mit Figuren mit Mann im Hintergrund

Alzheimer: Die drei fatalsten Irrtümer

Größter Irrtum: Das Nachlassen der Gedächtnisleistung lässt sich nicht aufhalten

Grundlegend stimmt die Behauptung, dass sich Alzheimer bislang nicht heilen lässt. Jährlich erkranken rund 300.000 Menschen an einer Demenz und obwohl die Alzheimer-Forschung immer wieder Durchbrüche im Kampf gegen die Hirnerkrankung verbuchen kann, wird die Zahl der Betroffenen in den kommenden Jahren weiterhin zunehmen. Doch so bekannt die häufigste Form der Demenz auch ist, wissen die wenigsten, dass man das Fortschreiten durch spezielle Maßnahmen verlangsamen kann. Ab dem Auftreten der ersten Symptome beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung zwischen vier und acht Jahren, sofern sich Patienten rechtzeitig einer Behandlung unterziehen.

1. Bin ich erkrankt, kann ich eh nichts mehr ändern

Ein rechtzeitiger Gang zum Arzt kann den Handlungsspielraum für die dringend notwendige Behandlung erweitern und verlängern. Gerade nach dem Auftreten erster Gedächtnislücken scheuen Betroffene häufig den Gang zum Arzt. Und dabei spielen nicht nur medizinische Maßnahmen eine wichtige Rolle, sondern auch nicht medikamentöse Ansätze. Beide benötigen ausreichend Zeit, um den individuellen Ansprüchen des Patienten gerecht werden zu können. Deshalb gilt: Je früher der Gang zum Arzt, umso größer ist die Chance, die Lebensqualität zu verlängern.

2. Medikamente sind wirkungslos und verschlimmern den Zustand des Patienten

Auch diese Ansicht ist weit verbreitet. Häufig spielen dabei Nebenwirkungen eine wichtige Rolle, die die Lebensqualität des Patienten mindert. Dennoch besagt der derzeitige Forschungsstand, dass mit der richtig dosierten Medikation das akute Fortschreiten und somit eine 100-prozentige Pflegebedürftigkeit um rund zwei Jahre hinausgezögert werden kann. Die Präparate dienen vor allem der Verhaltensstabilisierung, fördern die Hirnleistung und sollen Begleiterscheinungen eindämmen.

3. Psychologische Tests sind zu aufwendig

Gewiss schmälern aufwendige Untersuchungen nicht gerade die Angst des Patienten. Allerdings muss der Weg bis zur Diagnose nicht immer überaus kompliziert und langwierig sein. Dafür sind eine ausführliche Anamnese und ein intensives Gespräch mit dem Betroffenen und den Angehörigen unerlässlich. Sofern die Familienmitglieder einen regelmäßigen Kontakt gepflegt haben, können sie die Verschlechterung des Gesundheitszustandes meist noch deutlicher erkennen als der Patient selbst.

Hat sich der Verdacht erhärtet, erfolgt eine körperliche Untersuchung, die Auskunft über den allgemeinen Gesundheitszustand gibt und weitere Anzeichen für eine Alzheimer-Erkrankung geben kann. Auch eine Blutuntersuchung ist notwendig, um den Ursachen der Beschwerden auf den Grund gehen zu können.

Außerdem sollte eine Differentialdiagnostik erfolgen, um Krankheiten mit ähnlichen Symptomen ausschließen zu können. Darunter fallen zum Beispiel Parkinson, Multiple Sklerose sowie Depressionen. Erst wenn diese ausgeklammert werden können, wird die Diagnose Alzheimer gestellt.

Sofern der Betroffene genetisch vorbelastet ist und die Erkrankung somit auf eine Veränderung am Erbgut zurückzuführen ist, kann die Diagnose recht schnell erfolgen. Allerdings trifft dies in weniger als fünf Prozent der Fälle ein.

Wurde Alzheimer diagnostiziert, werden intensive medizinische und betreuerische Maßnahmen notwendig. Die gesetzliche Pflegeversicherung kann die finanzielle Belastung längst nicht mehr auffangen und macht eine rechtzeitig abgeschlossene private Rentenversicherung und einen Pflegefallschutz zum A und O der Altersvorsorge. Wer sich ab der Lebensmitte nicht mit hohen Beitragszahlungen konfrontiert sehen und dem Abschluss mehrerer Einzelversicherungen aus dem Weg gehen will, für den ist das Vorsorge-Paket der IDEAL UniversalLife empfehlenswert.

Titelbild: © Sergey Nivens